Märkte & Vertrieb

Cyberangriffe kosten Unternehmen jährlich zwei Mio. Euro

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Weltweit wurden rund 76 Prozent der Unternehmen einem DNS-Angriff ausgesetzt. Zudem erlitten 28 Prozent einen Datendiebstahl. Dies geht aus einer aktuellen Studie des IT-Unternehmens EfficentIP unter 1.000 Teilnehmern aus Europa, Nordamerika und Asien hervor. Dabei schätzen die Autoren der Untersuchung die durchschnittlichen Kosten der Schäden auf 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern.
Laut Studie gehören demnach vor allem Malware (35 Prozent), DDoS (32 Prozent), Cache-Poisoning (23 Prozent) und DNSTunneling (22 Prozent) zu den Hauptursachen eines Cyberangriffes. Bei jedem fünften habe sich dabei zudem um eine sogenannte Zero-Day-Attacke gehandelt, sprich: um einen Angriff über eine bis dahin gänzlich unbekannte Schwachstelle.
Darüber hinaus weise Deutschland unter allen untersuchten Ländern mit 44 Prozent die mit Abstand höchste Zahl von DNS-basierten Malware-Angriffen auf. Weit dahinter folgen laut Studie Spanien mit 34 Prozent, Großbritannien mit 29 Prozent und Frankreich mit 23 Prozent. Zudem seien 29 Prozent der befragten Unternehmen sogenannten DDoS-Angriffen ausgesetzt. Weitere 37 Prozent aller Unternehmen seien in den vergangenen zwölf Monaten regelmäßig Opfer von mindestens fünf Angriffen geworden. Die Kosten für entsprechende Maßnahmen zur Schadensbekämpfung schätzen die betroffenen Unternehmen laut Umfrage auf einen Betrag zwischen 500.000 und fünf Mio. Euro.
Gleichzeitig messen weiterhin elf Prozent aller befragten Unternehmen in Deutschland der DNS-Sicherheit keine große Bedeutung zu. Zum Vergleich: In Frankreich waren es laut Studie gerade einmal fünf Prozent, in Großbritannien und den USA jeweils vier Prozent. "Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass Unternehmen weltweit mitsamt ihrer IT-Abteilungen den Risiken von DNS-basierten Angriffen trotz der wachsenden Bedrohungen und der Zunahme von Cyber-Attacken noch nicht genug Bedeutung beimessen", sagt David Williamson, CEO bei EfficientIP.
Angesichts der Tatsache, dass die EU-Datenschutzverordnung in weniger als einem Jahr in Kraft treten werde, sei es für die Unternehmen "daher an der Zeit, ihre eigenen Sicherheitsstrategien und -maßnahmen zu überdenken, um zukünftige Bedrohungen zu bewältigen, aber auch um empfindliche Geldstrafen zu vermeiden, die laut neuer Verordnung bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent des globalen Umsatzes betragen können", ergänzt Williamson. (vwh/td)
Bildquelle: Blogtrepreneur / CC
Cyberangriffe · EfficientIP
Auch interessant
Zurück
11.04.2019VWheute
Wie Versi­cherer Meetings sinn­voll durch­führen Meetings sind für Angestellte häufig Zeitkiller und Kreativitätstöter in einem. Die Versicherer …
Wie Versi­cherer Meetings sinn­voll durch­führen
Meetings sind für Angestellte häufig Zeitkiller und Kreativitätstöter in einem. Die Versicherer steuern mittlerweile gezielt dagegen an. Immerhin geht es um erhebliche Effizienzvorteile – personal- wie finanzstrategisch.  &nbs…
28.02.2019VWheute
Cyber­mafia erbeutet mehr als 100 Mio. Euro auf Trading-Seiten Ein falsches Spiel auf Online-Trading-Plattformen hat seit 2015 rund 100.000 …
Cyber­mafia erbeutet mehr als 100 Mio. Euro auf Trading-Seiten
Ein falsches Spiel auf Online-Trading-Plattformen hat seit 2015 rund 100.000 europäische Anleger um mehrere hundert Millionen Euro gebracht. Medienberichten zufolge haben die österreichischen Sicherheitsbehörden nun …
30.01.2019VWheute
Studie: Erpres­ser­soft­ware könnte drei­stel­ligen Milli­ar­den­schaden verur­sa­chen Cyberattacken durch eine Erpressersoftware könnte die globale …
Studie: Erpres­ser­soft­ware könnte drei­stel­ligen Milli­ar­den­schaden verur­sa­chen
Cyberattacken durch eine Erpressersoftware könnte die globale Wirtschaft teuer zu stehen kommen. In einer aktuellen Studie haben IT-Experten den Cyberangriff eines südostasiatischen …
29.01.2019VWheute
Von der Leyen: "4.500 Cyber-Angriffe täglich" "Digitalisierung ist die Mega-Aufgabe" der nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte", sagt …
Von der Leyen: "4.500 Cyber-Angriffe täglich"
"Digitalisierung ist die Mega-Aufgabe" der nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte", sagt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Gleichzeitig warnt sie vor den Gefahren, die damit einhergehen und will die Wirtschaft stärker in …
Weiter