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Sturmtief "Paul" sorgt für Millionen-Schäden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die heftigen Unwetter durch Sturmtief "Paul" am vergangenen Donnerstag haben in ganz Deutschland für erhebliche Turbulenzen und Schäden gesorgt. Vor allem im Norden und Osten Deutschlands kam es zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr - mit entsprechenden Auswirkungen auf den gesamtdeutschen Bahnverkehr. Besonders betroffen war auch die Landwirtschaft.
So brachten allein in Hamburg zwei Unwetter mit Hagel, Starkregen und sogar einem Tornado den Schienenverkehr in der Hansestadt praktisch zum Erliegen. Dabei musste die Bahn in mehreren Städten Züge mit Schlafwagen bereitstellen, damit gestrandete Fahrgäste die Nacht verbringen konnten. Die Folgen des Verkehrschaos waren dabei noch bis Freitag zu spüren.
Laut Norddeutschem Rundfunk war es mancherorts zu Starkregen mit bis zu 30 Liter pro Quadratmeter gekommen. Zudem fegten Orkanböen bis zu 120 Kilometer pro Stunde und Hagel mit Körnergrößen um drei Zentimeter über das Land. Ein besonderes Wetterphänomen gab es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes beim Hamburger Flughafen. So hätten Wetterbeobachter der Luftfahrtberatungszentraleden typischen "Luftschlauch" etwa zehn Kilometer vom Flughafen entfernt gesichtet. Allerdings soll es sich dabei nur um einen schwachen und nur kurzlebigen Tornado mit einem "kurzen Bodenkontakt" gehandelt haben.
Auch in Berlin und Brandenburg sorgte Sturmtief "Paul" für erhebliche Turbulenzen. So rückte allein die Berliner Feuerwehr nach eigenen Angaben zu über 300 Einsätzen aus. Neben massiven Beeinträchtigungen führte "Paul" auch an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld zu Verspätungen und Flugausfällen. Allein in der Nacht zum Freitag waren nach Angaben des RBB etwa 2.400 Passagiere am Flughafen Tegel gestrandet.
Besonders betroffen von den Unwettern war auch die Landwirtschaft. Wie die Vereinigte Hagel mitteilte, sei ein Gebiet von etwa 50.000 Hektar von den Unwettern betroffen. Besonders betroffen war nach Angaben des Landwirtschaftsversicherers ein Gebiet vom Alten Land über die Lüneburger Heide, Altmark und Magdeburger Börde bis in die Dahlener Heide zwischen Leipzig und Dresden.
Dabei seien in den Hauptschadengebieten nahezu alle Ackerbaukulturen wie Wintergetreide, Mais, Zuckerrüben, Erbsen, Raps und Kartoffeln geschädigt worden. Der versicherte Wert aller betroffenen Flächen liegt voraussichtlich im oberen zweistelligen Millionenbereich, erklärt die Vereinigte Hagel. Die genaue Höhe des Schadens dürfte der Landwirtschaftsversicherer jedoch erst Ende Juni beziffert werden können. (vwh/td)
Bildquelle: Josef Tuerk jun. / PIXELIO (www.pixelio.de)
Landwirtschaftsversicherer · Vereinigte Hagel · Sturmtief "Paul"
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