Politik & Regulierung

BRSG: bAV-Verband fürchtet Vermittlersterben

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) wird voraussichtlich Anfang Juli den Bundesrat passieren, sorgt aber bereits für allerhand Diskussionsstoff. So befürchtet der Bundesverband pauschaldotierter Unterstützungskassen demnach nicht nur einen tiefgreifenden Umbruch auf dem Markt. Die bAV-Reform würde dazu führen, dass einige tausend bAV-Vermittler und Makler massive wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssten.
"Der Markt und die Möglichkeiten für Vermittler und Makler werden sehr viel enger", glaubt der Verbandsvorsitzende Manfred Baier. Den Grund sehe er vor allem darin, dass die Hoheit über die bAV künftig hauptsächlich bei den Tarifparteien liegen werde. Gleichzeitig seien versicherungsbasierte Lösungen in Zeiten von Niedrig- oder Nullzinsen dadurch noch unattraktiver geworden, weil nun eine haftungsfreie Zielrente in der bAV möglich sei und die Versicherer keine Garantie-Produkte mehr ausgeben dürften, kritisiert der Verband.
Zudem verzeichneten die Anbieter von bAV-Konzepten mit pauschaldotierten Unterstützungskassen nach Verbandsangaben bereits jetzt deutlich vermehrte Anfragendurch die Arbeitgeber. Dies werte der Bundesband nun als Indiz, dass sich Unternehmen zunehmend von den Versicherern abwenden sowie nach höherverzinslichen und vergleichsweise sicheren Alternativen suchen. Die Vermittler und Makler müssten daher umdenken verstärkt Beratungsdienstleistungen rund um die bAV auf Honorarbasis anbieten. "Das bedeutet Abkehr vom Verkauf und Hinwendung zu einer hochqualifizierten Beratung", befürchtet Baier. (vwh/td)
Bildquelle: Konstantin Gastmann / PIXELIO (www.pixelio.de)
Versicherungsmakler · bAV · Versicherungsvermittler · betriebliche Altersvorsorge · Betriebsrenten-Stärkungsgesetz
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