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Ostangler verzeichnet sattes Plus bei Kundenverträgen

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Das Geschäftsjahr 2016 der Ostangler Versicherungen Brandgilde VVaG (OAB) war geprägt durch ein deutliches Wachstum über Marktniveau mit dem zweitbesten Ergebnis in der 230-jährigen Unternehmensgeschichte. Der Vorstandsvorsitzende Jens Uwe Rohwer berichtete auf der Mitgliederversammlung, dass die Beitragseinnahmen in 2016 um 7,1 Prozent auf 24,65 Mio. Euro (VJ: 23,01) angestiegen sind.
Der Zuwachs des traditionell in der Landwirtschaft verwurzelten Versicherers mit Hauptsitz in Kappeln nahe der Ostsee sei damit über alle Sparten deutlich besser gewesen als der Marktdurchschnitt. "Erfreulich war der bundesweit starke Anstieg der Kundenverbindungen im Bereich der privaten Haftpflichtsparten und der Hausratversicherung mit Steigerungsraten im zweistelligen Bereich", unterstrich Rohwer. Auch die Kundenverträge stiegen um 20 Prozent von 86.600 auf knapp 104.000. Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich um rund 11.500 auf nunmehr 67.600 (VJ: 56.100).
Die Wohngebäudeversicherung als größte Sparte blieb von größeren Feuer- und Sturmschäden im letzten Jahr verschont und wies daher ein positives versicherungstechnisches Ergebnis aus. Die Brutto-Schadenquote betrug hier 41 Prozent. Zufrieden zeigt sich die OAB mit der deutlichen Erhöhung der Sicherheitsmittel des Unternehmens. Den Schwankungsrückstellungen wurden fast 1,5 Mio. Euro zugeführt. Der Jahresüberschuss belief sich auf 188.500 Euro (VJ: 205.000).
Bei der Eigenmittelausstattung "sieht sich die OAB auf gutem Wege", erklärte Vorstandsvorsitzende Jens Uwe Rohwer. Zum 31.12.2016 betrug die Solvenzkapitalanforderung im Verhältnis zu den vorhandenen Eigenmitteln (SCR) 249,2 Prozent. Die Eigenmittel betrugen 12,5 Mio. Euro. Die MCR-Quote (Verhältnis von Eigenmitteln zur Mindestkapitalanforderung) erreichte 320 Prozent.
Die Betriebs- und Verwaltungskosten betrugen im letzten Jahr 32,8 Prozent und lagen damit etwas über Vorjahresniveau. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb machten 8,1 Mio. Euro (VJ: 7,4) aus. Davon entfielen 5,1 Mio. Euro (VJ: 4,1) auf Abschluss- und 3,0 Mio. Euro (VJ: 3,3) auf Verwaltungsaufwendungen.
Der Kapitalanlagenbestand der Ostangler erhöhte sich auf 18,41 Mio. Euro (VJ:14,74). Das sind 24,9 Prozent mehr als 2015. Dazu Rohwer: "Wir sind sehr konservativ aufgestellt mit einem hohen Immobilienanteil und einem Aktienanteil von unter 7,5 Prozent aller Anlagen". Die Kapitalerträge stiegen um 14,9 Prozent auf 1,16 Mio. Euro (VJ: 1,01). Die Kapitalanlagenrendite erhöhte sich auf 3,6 Prozent (VJ:3,0). Die OAB will in 2017 ihr Aktieninvestment weiter vorsichtig ausbauen.
Gegenüber VWheute erläutert der Vorstandsvorsitzende, warum er bisher mit dem Jahr 2017 zufrieden ist und wie man als kleiner Versicherer clever in Zukunftstechnologie investiert (siehe KÖPFE & POSITIONEN). (wo)
Bild: Brücke in Angeln (Quelle: Ostangler)
Wachstum · Jahresergebnis · Ostangler
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