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HDI: 13.000 Schadenfälle pro Jahr über eine App

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Von Martin Weldi. Das Smartphone ist Kamera, Musikbox, Kino und Freizeitcenter, aber auch Kommunikationszentrale, über die wir heute einen Großteil unseres Lebens organisieren. Die HDI Versicherung hat hier angesetzt und ist vor einem Jahr mit einer Schadenservice-App auf ihre Kunden zugegangen. Rund 13.000 Schadenfälle konnten seitdem bereits über den digitalen Service gesteuert und auf diesem Weg oft schneller abgewickelt werden.
Praktisch jeder hat heute sein Smartphone ständig dabei oder zumindest in Reichweite. Das gilt auch dann, wenn ein Schaden passiert. Deshalb lag für HDI der Gedanke nahe, dieses Universalwerkzeug auch für die Schadenbearbeitung einzusetzen. Herausgekommen ist eine personalisierte Schadenservice-App, die Kunden und Anspruchstellern bei einem Schaden auf Wunsch zur Verfügung gestellt wird.

Gezielter Einsatz erst im Schadenfall

Beim Einsatz der Schadenservice-App geht HDI eigene Wege. Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz ist unserer Ansicht nach die gezielte Verwendung im konkreten Schadenfall. Zum Beispiel bei einem Autounfall sind viele Betroffene emotional aufgewühlt und stehen unter Stress. Sich in einer solchen Situation auch noch mit einer neuen App auseinandersetzen zu müssen, wäre sehr viel verlangt. Der telefonische Erstkontakt möglichst noch direkt vom Unfallort aus ist deshalb aus unserer Sicht in den allermeisten Fällen die bessere Wahl. Das zeigt auch das Feedback unserer Kunden.
Aber nicht nur bei Kfz-Schäden ist der Einsatz der Schadenservice-App sinnvoll. Auch die Bearbeitung von Haftplicht- oder Sachschäden wird durch die App erleichtert und beschleunigt. Dabei ist der Ablauf immer der gleiche, egal ob Autounfall oder Wasserrohrbruch: Kurz nach einer telefonischen Schadenmeldung bekommen der HDI Kunde oder auch ein Anspruchsteller auf Wunsch einen Download-Link für das Mini-Programm zugeschickt. Dies ist dann schon mit den wichtigsten Daten aus der Erstschadenmeldung befüllt. Der Meldende kann diese dann um weitere Informationen ergänzen.
Dabei stützt sich die App überwiegend auf Bildmaterial – vom Schadenfoto bis hin zu abgelichteten Dokumenten wie Reparaturrechnungen, Anschaffungsbelegen oder Zulassungsbescheinigungen. Zugunsten der Bedienerfreundlichkeit wurden Texteingaben auf ein Minimum reduziert. Und eine intelligente Steuerung führt den Anwender mit Kurzanleitungen und Hinweisen durch den gesamten Meldeprozess. Außerdem: Sollten noch wichtige Informationen zur Schadenbearbeitung fehlen, signalisiert die App dem Nutzer auch das.

13.000 Schadenfälle im ersten Jahr

Bereits im ersten Jahr konnte HDI sehr positive Erfahrungen mit dem Einsatz der Schadenservice-App machen. Viele Kunden haben den modernen Kommunikationsweg bereits genutzt: Rund 13.000 Schadenfälle konnten in diesem Zeitraum mit Hilfe der App bearbeiten werden. Das Fazit: Die strukturiert eingegebenen Angaben zum Schadenfall vereinfachten die Bearbeitung, Rückfragen konnten häufig vermieden und Bearbeitungsvorgänge oft schneller abgeschlossen werden.
Allen Beteiligten kommt so der schnelle, unkomplizierte Informationsaustausch zugute. Außerdem hat der Kunde seine Daten jederzeit verfügbar und kann den Fortgang bei der Bearbeitung seines Schadens verfolgen. Die App ist sowohl für mobile iOS- als auch für Android-Endgeräte verfügbar. Außerdem kann sie auch als Web-Anwendung auf PC, Notebook oder Tablet genutzt werden.
Bild: Martin Weldi, Leiter Kraftfahrt Schaden der HDI Versicherung, spricht heute auf dem Medientag "Digitalisierung@Talanx". (Quelle: HDI)
HDI · Talanx · App · Martin Weldi
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