Politik & Regulierung

Bafin überwacht über ein Drittel der Lebensversicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Branche musste im Mai dieses Jahres gegenüber der Finanzaufsicht Bafin Farbe bekennen. Sowohl der Solvency and Financial Condition Report (SFCR) wie auch der Regular Supervisory Report (RSR) wurden fällig. Alle 84 Lebensversicherer können eine ausreichende Deckung vorweisen. Aber es gibt Problemfälle, und zwar mehr als ein Drittel.
Zwar konnten alle 84 Lebensversicherungsunternehmen eine ausreichende SCR-Bedeckung nachweisen, erfüllten also die Solvabilitätskapitalanforderungen, aber bei "mehreren Unternehmen war hierzu die Anwendung von Übergangsmaßnahmen notwendig". Noch bedenklicher ist, dass 29 Lebensversicherungsunternehmen einen Maßnahmenplan vorlegen mussten, da sie ohne Anwendung von Übergangsmaßnahmen wenigstens zwischenzeitlich keine ausreichende SCR-Bedeckung vorweisen konnten. Die Bafin beobachtet die Entwicklung dieser Unternehmen.
Die Finanzaufseher stehen mit diesen Unternehmen "in engem Kontakt", um die dauerhafte Einhaltung des SCR spätestens nach Ende des Übergangszeitraums zum 31. Dezember 2031 zu gewährleisten. Die betroffenen Versicherer müssen den Aufsehern jedes Jahr zu den Entwicklungen der Maßnahmen Rede und Antwort stehen.
Ein Unternehmen konnte trotz Anwendung von Übergangsmaßnahmen vorübergehend weder eine ausreichende SCR- noch MCR-Bedeckung (Mindestkapitalanforderungen) sicherstellen. Der Versicherer musste sowohl einen Sanierungsplan wie auch einen Finanzierungsplan vorlegen. Die Maßnahmen waren erfolgreich, wie die Bafin betont. (vwh/mv)
Bild: Bafin-Gebäude in Bonn (Quelle: Bafin)
Lebensversicherung · BaFin · Solvency II
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