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Irrweg Digitalisierung – Deutsche sehen Entwicklung kritisch

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Die Gegenbewegung ist da. Die Deutschen sind zwar durchschnittlich 43 Stunden pro Woche online, dennoch sehen sie die Digitalisierung auch kritisch. Das ist ein Ergebnisse der Postbank Studie 2017 "Der digitale Deutsche und das Geld". Es ist aber für Versicherer nicht nötig, den Digitalbeauftragten zu entlassen, denn bei Finanzgeschäften steigt die Akzeptanz.
Die Studie hat bei der Nutzung von Smartphones und Tablets Sättigungseffekte festgestellt. Knapp 60 Prozent der Befragten haben sich bereits einmal bewusst gegen ein digitales Angebot entschieden.
Immerhin 44 Prozent haben Angst vor den Folgen der rasanten technologischen Entwicklung und jeder Zweite fühlt sich gestresst durch die ständige Erreichbarkeit im Handy-Zeitalter.
"In einigen Lebensbereichen lassen sich in diesem Jahr Gegenbewegungen ausmachen", sagt Philip Laucks, Chief Digital Officer der Postbank. "Speziell in der privaten Kommunikation wirkten die digitalen Neuerungen in den vergangenen Jahren nicht nur positiv auf die Menschen und ihre Lebensweise. Eine verstärkte Rückbesinnung, eine gewisse persönliche Analogisierung ist daher nur allzu logisch. Es wird spannend sein zu beobachten, ob sich hier ein Trend verstetigen wird."

Online-Weg zu Behörden und Finanzdienstleistern

Allerdings gilt die Übersättigung scheinbar eher im privaten Bereich. Digitale Lösungen für praktische Fragen und Pflichten des Alltags nehmen an Bedeutung zu. Zuwächse verzeichnen Dienstleistungen wie der Wechsel des Stromanbieters sowie Steuer- und Behördenthemen. Im Vorjahr gaben 48 Prozent der Befragten an, dass die Digitalisierung "eher" oder einen "sehr großen" Einfluss auf den Bereich Dienstleistungen hat. In diesem Jahr stieg die Zahl auf 50 Prozent. Im Sektor Bankgeschäft stieg die Akzeptanz zwischen dem Vorjahr und heute von 67 auf 69 Prozent. Auch treten immer mehr Menschen mit ihren Gelddienstleistern online in Kontakt. Die Bank ist sogar der häufigste Kommunikationspartner der Deutschen bei privater Onlinekommunikation (17 Prozent), noch vor Freunden (15 Prozent) oder der Familie (acht Prozent).
Die Finanzdienstleister tun gut daran, den eingeschlagenen Digitalisierungsweg weiter zu verfolgen, denn ist die Akzeptanz der digitalen Möglichkeiten ist bei den Deutschen hoch: Vier von fünf Befragten geben an, die Digitalisierung würde ihnen den Alltag erleichtern. Zwei Drittel können sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. Ebenso viele meinen, dass die Chancen der Digitalisierung die Risiken überwiegen.
Bild: App, Smartphone (Quelle: Oleksiy Mark / Fotolia)
Postbank · Digitalisierung · Postbank-Studie
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