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TSV 1860: Bayerische ist nicht mehr Hauptsponsor

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Für den Münchener Traditionsverein TSV 1860 endete das Relegationsspiel gegen den bayerischen Konkurrenten bekanntlich mit einem sportlichen Desaster: Nach 24 Jahren sind die Löwen nun wieder drittklassig. Allerdings hat der Abstieg auch gravierende wirtschaftliche Folgen: So endet nun auch der Sponsorenvertrag mit der Bayerischen.
"Der bestehende Sponsorenvertrag endet nun. Unsere Mission mit den TSV ist aber noch nicht vollendet. Gerade als Versicherung liegt es in unserer DNA, im Schadensfall nicht davonzulaufen, sondern im Gegenteil mit allen notwendigen Leistungen zu helfen. Wir wollen die Löwen weiter unterstützen", betonte Martin Gräfer, Vorstand Versicherungsgruppe die Bayerische, auf Anfrage von VWheute. Wie die Zusammenarbeit in der kommenden Saison konkret aussieht, ließ der Versicherer zwar noch offen. "Wir stehen bereit, bei einem echten und grundlegenden Neuanfang mitzuwirken und auch als Sponsor unseren Beitrag zu leisten - egal, in welcher Liga", ergänzte Gräfer.
Erst Ende Juli 2016 hatten die Bayerische und der TSV 1860 TSV 1860 München eine dreijährige Partnerschaft vereinbart, die allerdings nur für die Erste als auch die Zweite Liga galt. Dabei umfasste der Vertrag ein umfangreiches Sponsoring-Paket einschließlich Bandenwerbung. "In den vergangenen Monaten haben wir den TSV 1860 München mit Leidenschaft, Kreativität und viel Engagement begleitet. Die meisten von uns sind jetzt auch persönlich Mitglieder und Fans der Sechzger geworden" hieß es nun in einer Stellungsnahme der Bayerischen zu den Ereignissen am Dienstagabend.
"Unsere Mission mit den TSV ist aber noch nicht vollendet. Gerade als Versicherung liegt es in unserer DNA, im Schadensfall nicht davonzulaufen, sondern im Gegenteil mit allen notwendigen Leistungen zu helfen", ließ der Vorstand des Versicherers verlautbaren. Der Münchener Traditionsverein selbst steht jedenfalls nun vor einem sportlichen und wirtschaftlichen Scherbenhaufen.
Während der jordanische Investor Hasan Ismaik bislang auf medialer Tauchstation ist, hatten Präsident Peter Cassalette und Geschäftsführer Ian Ayre unmittelbar nach dem Spiel ihre Positionen zur Verfügung gestellt. Nach Informationen der Münchener Abendzeitung sollen gar die Konten der KgaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) leer geräumt sein - auch Spielergehälter sollen nicht überwiesen worden sein. In einer Stellungnahme hatte der TSV 1860 entsprechende Berichte jedoch als "nicht wahr" zurückgewiesen: "Derzeit werden alle Geschäfte normal weitergeführt."

Uniqa wird Hauptsponsor des First Vienna Football Club

Dennoch ist Sportsponsoring der Versicherer - auch im Fußball - bekanntlich sehr beliebt. So gab der österreichische Versicherer Uniqa nun bekannt, neuer Hauptsponsor des First Vienna Football Club - dem ältesten, bereits 1894 gegründet Fußballverein der Alpenrepublik zu werden. Nach Unternehmensangaben sei die entsprechende Vereinbarung für vorerst drei Jahre abgeschlossen worden. Neben dem Vereinssponsoring trete der Versicherer ab der neuen Saison für mehrere Jahre als Presenting- und Namenssponsor des österreichischen Fußballpokals auf, der nun den Namen "Uniqa ÖFB-Cup" tragen soll.
"Die Vienna ist der älteste Fußballklub des Landes und damit ein Eckpfeiler österreichischer Sportgeschichte. Mit unserem Engagement, das über reines Sponsoring hinausgeht, leisten wir einen Beitrag, dass diese Geschichte auch weitergeht und unterstützen damit auch das Konzept von Geschäftsführer Gerhard Krisch, für den Verein step by step wieder eine gesunde finanzielle Basis für die Zukunft zu schaffen", kommentiert Carl Gabriel, Uniqa Sponsoring Verantwortlicher, das Engagement des Versicherers.
Zudem sei die Uniqa auch mit einem aktiven Stimmrecht im Vorstand der Vienna vertreten. "Wir werden uns im finanziellen Bereich einbringen und wollen gemeinsam Zukunftskonzepte voranbringen. Die Attribute der Vienna wie Tradition, intensive Nachwuchsarbeit, familiäre Fankultur wollen wir dabei verstärkt mit den UNIQA Themen Gesundheit, Jugend, Vitalität und Zukunft verbinden", ergänzt Gabriel.

Versicherer setzen weiter auf Sportsponsoring

Auch über den Fußball-Sport hinaus sind die Versicherer derzeit als Sponsoren besonders aktiv. So hatte die Generali erst kürzlich ein umfangreiches Sportsponsoring-Konzept mit Tennis-Ikone Angelique Kerber vorgestellt. Auch die Allianz hatte bereits Ende Februar 2017 ihr sportliches Engagement durch eine Kooperation mit dem asiatischen Fußballverband AFC sowie dem Sponsoring der FIA Formula E Championship ausgedehnt. Lediglich der Ergo-Konzern seine Werbe-Partnerschaften im Fußball, Handball und Volleyball sukzessive beenden und künftig ausschließlich auf die Karte DFB-Pokal setzen.
Die Sponsoring-Aktivitäten der Versicherer scheinen bei den Versicherten selbst gut anzukommen. Laut einer Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov befürworten rund drei Viertel (73 Prozent) der Versicherten die finanzielle Unterstützung von Versicherern im sozialen Bereich. Auch Engagements im Umweltschutz (69 Prozent), in Wissenschaft und Bildung (68 Prozent) und im Sport (59 Prozent) wird mehrheitlich positiv gesehen. (vwh/td)
Bildquelle: TSV 1860 München
Sportsponsoring · die Bayerische · Uniqa · TSV 1860 München · FC Vienna
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