Unternehmen & Management

Pensionen: Aon verwaltet mehr als 100 Mrd. US-Dollar

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Immer mehr Unternehmen lassen ihre Pensionsvermögen von einem externen Dienstleister verwalten. Demnach verwaltet das Beratungsunternehmen Aon Hewitt über seine Konzernsparte Delegated Investment Solutions weltweit mittlerweile mehr als 100 Mrd. US-Dollar. Dabei sei allein das betreute Vermögen im EMEA-Wirtschaftsraum (Europa, Nahost und Afrika) seit dem Start 2010 um 17 Mrd. US-Dollar gestiegen.
Demnach verwalte der Geschäftszweig nach Angaben von Aon ein Vermögen für über 300 Kunden mit mehr als 400 Pensionsplänen. Etwa 30 Mrd. US-Dollar Anlagevermögen entfallen dabei nach Unternehmensangaben auf die sogenannte partielle Delegation, bei der Teile eines Plans oder Fonds verwaltet werden. Bei rund 70 Mrd. US-Dollar übernehme Aon die komplette Anlage mit Strategie, Umsetzung und Überwachung. Insgesamt berät die Investment-Sparte von Aon nach eigenen Angaben ein weltweites Vermögen von 4,2 Bio. Dollar für über 2.500 Kunden.
"Unser Geschäftszweig wächst in der EMEA-Region kontinuierlich. Unternehmen und Pensionseinrichtungen aller Größenordnungen erkennen den Mehrwert, den die Verwaltung ihrer Pensionspläne durch externe Experten bringt. Innerhalb unserer Delegated-Consulting-Dienstleistungen arbeiten wir ausschließlich mit Anlagemanagern zusammen, die auf unserer Empfehlungsliste ganz oben stehen. Zudem berücksichtigen wir mithilfe eines dynamischen Portfolios aktuelle Einschätzungen hinsichtlich der Märkte, Anlageklassen, Strategien sowie Manager. Damit erhalten unsere Kunden eine dauerhaft marktführende Lösung, müssen aber nicht selbst die umfangreichen Steuerungs- und Implementierungsmechanismen durchführen. Wir reduzieren für sie die stetig wachsende Komplexität in diesen Feldern. Darüber hinaus erhöht unser Ansatz Skalenerträge und Transparenz für unsere Kunden", kommentiert Torsten Köpke, Leiter Aon Hewitt Investment Consulting in Deutschland.
"Angesichts immer komplexer werdender Märkte suchen Unternehmen und Organisationen weltweit nach fundierterer Expertise und ausgefeilteren Anlagestrategien, um ihre Vermögenswerte so effizient wie möglich zu managen. Unser Wachstum gründet zum einen auf den guten Ruf von Aon als weltweit führender Berater im Bereich Alterssicherung. Zum anderen schätzen Kunden unsere maßgeschneiderten Lösungen für ihre Pensionspläne. Dabei übernehmen wir auf Wunsch die komplette Verantwortung für das Vermögensmanagement. Wir werden weiterhin in diesen Bereich investieren, sowohl in Personal als auch in Ressourcen. Großes Wachstumspotenzial sehen wir auch in der Vermögensverwaltung außerhalb des Pensionsbereichs", ergänzt Cary Grace, Global CEO Retirement & Investment von Aon.
Trotz steigender Pensionsvermögen prognostiziert eine aktuelle Analyse des World Economic Forum (WEF) angesichts der zunehmenden Alterung bis 2050 eine Pensionslücke von über 400 Bio. US-Dollar. Dies entspreche etwa dem Zehnfachen aller heutigen Staatsschulden. Bei einer jährlichen nominellen Wachstumsraten von vier Prozent würden alle Staaten rund um den Globus lediglich 270 Bio. US-Dollar erwirtschaften. Selbst bei einem Wachstum von fünf Prozent wären es nur 370 Bio. "Es handelt sich um eine tickende Zeitbombe", kommentieren die Studienautoren des WEF ihre Prognose. (vwh/td)
Bildquelle: I-vista / PIXELIO (www.pixelio.de)
Aon · Pensionsvermögen
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