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IDD: "Beratungspflicht ist ohne Nutzen für unsere Kunden"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die geplante Beratungspflicht für Direktversicherer im Fernabsatz im Rahmen der europäischen Vertriebsrichtlinie IDD stößt in der Branche weiter für Kritik. "Kurz gesagt: Viel Aufwand und höhere Kosten, ohne Nutzen für unsere Kunden", kommentiert Norbert Wulff, Vorstand der DA Direkt, das Vorhaben des Gesetzgebers. Vielmehr werde Beratung als "eine persönliche Empfehlung definiert".
"Wer aber berät, also eine persönliche Empfehlung abgibt, muss sie gut begründen und beides – Empfehlung und Begründung – dokumentieren", betont Wulff gegenüber dem Branchenverband GDV.
Demnach sehe "IDD vor, dass Kunden alle Informationen – auch die Beratungsdokumentation – auf Papier zur Verfügung gestellt bekommen. Der Kunde kann zwar auf Beratung verzichten und auch den Papierversand abwählen. Wir Versicherer müssen aber trotzdem die Prozesse implementieren, um Kunden auf Wunsch die Papierversion zusenden zu können. Das ist mit erheblichen Kosten verbunden – die letztlich der Kunde trägt", erläutert Wulff.
Zudem sei "es schon merkwürdig, dass die Politik in Deutschland einerseits die Digitalisierung weit oben auf die Agenda setzt, andererseits ohne Not die Digitalisierung der Versicherungswirtschaft ausbremst", ergänzt der Vorstand des Direktversicherers. (vwh/td)
Bild: Norbert Wulff ist Vorstand der DA Direkt. (Quelle: DA Direkt)
Direktversicherer · DA Direkt · IDD-Richtlinie · Norbert Wulff
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