Politik & Regulierung

Laptop-Verbot im Flieger könnte 160 Mio. Euro kosten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wenn es nach US-Präsident Donald Tramp geht, soll die Mitnahme von Laptops auf Flügen in die USA demnächst verboten werden. Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet in diesem Fall bereits mit massiven Schäden für die deutsche Wirtschaft. Laut einer internen Berechnung würde dies die deutschen Unternehmen rund 160 Mio. Euro kosten - pro Jahr. Dies berichtet die Wirtschaftswoche.
So unterstellen die Beamten des Bundeswirtschaftsministeriums, dass von rund 2,3 Millionen Deutschen, die allein 2015 in die USA gereist seien, etwa jeder Dritte geschäftlich unterwegs war. "Geht man nun bei 720.000 Geschäftsreisenden von einer Netto-Arbeitszeit von drei Stunden pro Flug und Arbeitskosten von pauschal 75 Euro pro Stunde aus, ergäbe das einen finanziellen potenziellen Schaden für die deutsche Wirtschaft in Höhe von 160 Mio. Euro", zitiert das Blatt aus der internen Analyse.
Wenig verwunderlich also, dass auch Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries nur wenig von dem geplanten Laptop-Verbot hält: "Ich sehe ein Laptop-Verbot, das Millionenschäden für unsere Wirtschaft bedeutet, ohne gleichzeitig einen erkennbaren Mehrwert an Sicherheit zu bieten, skeptisch", betont die SPD-Politikerin.
Der Versicherer AIG Deutschland wollte die Zahlen des Ministeriums auf Anfrage von VWheute jedoch nicht kommentieren. "Wir betrachten die potenzielle Einführung eines solchen Verbots nicht als versicherbares Ereignis. Bei bestehenden Verboten existieren bereits potenzielle Auswirkungen, daher fehlt an dieser Stelle die Grundlage des Risikotransfers", betonte eine Unternehmenssprecherin. (vwh/td)
Bildquelle: imageworld24 / PIXELIO (www.pixelio.de)
AIG Deutschland · Laptop
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