Köpfe & Positionen

Grund verteidigt Übergangshilfen für Lebensversicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Für das Neugeschäft in der Lebensversicherung haben die Bedeckungsquoten für das Solvenzkapital nach Meinung von Frank Grund nur relativ eingeschränkt eine Aussagekraft. Schließlich handele es sich bei den Neuabschlüsse entweder um fondsgebundenes Geschäft oder um nur noch mit 0,9 Prozent verzinstes Garantiegeschäft. "Und dafür, dass dies funktioniert, beaufsichtigt die Bafin sorgfältig", meint der Versicherungsaufseher.
Grund verteidigte zudem am Dienstag beim 14. Kölner Rückversicherungs-Symposium der Kölner Forschungsstelle Rückversicherung der TH Köln die Anwendung von Übergangshilfen bei den Lebensversicherer. "Ob das wirklich so schlau ist, auf diese Hilfen, die eigens dazu gemacht sind, zu verzichten?", gibt es zu Bedenken. Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle mittels dieser Hilfen über 16 Jahre an das neue Eigenkapitalregime Solvency ll anpassten, hätten mehr Zeit, ihre Portefeuilles umzusteuern. "Schnelles Umsteuern kann auch zu Lasten der Kunden gehen", so Grund.
Mit der Veröffentlichung der Solvency and Financial Condition Reports der Unternehmen auf deren Websites zeigte sich Grund zufrieden. Nun müsse die Aufsicht die SFCR-Berichte analysieren. Nationale Unterschiede in den Berichten würden in der nächsten Runde adjustiert. "Wir werden uns dem stellen und werden demnächst noch konvergenter", erwiderte Grund die Kritik des Analysten Carsten Zielke an der unterschiedlichen Vorgehensweisen im Kapitalanlagebereich. (lie)
Bild: Frank Grund, Exekutivdirektor der Bafin (Quelle: usk)
Lebensversicherer · Frank Grund · Übergangshilfen
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