Politik & Regulierung

Abgasskandal: Behörden ermitteln gegen VW-Chef

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt im Zuge der Abgasaffäre bei Volkswagen nun auch gegen den Vorstandschef des Autobauers, Matthias Müller, wegen des Verdachts der Marktmanipulation. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine Strafanzeige der Bafin im vergangenen Sommer, welche die Informationspolitik des Automobilherstellers unter die Lupe genommen hatte.
Des weiteren ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen Aufsichtsratschef Hans-Dieter Pötsch sowie gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn. Im konkreten Fall wirft die Behörde den Managern vor, die Aktionäre von Porsche nicht rechtzeitig in Sachen Dieselskandal informiert zu haben, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Die Staatsanwälte begründen dies damit, dass die Volkswagen AG Hauptaktionärin von Porsche sei. Damit seien alle größeren und kursbewegenden Ereignisse auch für die Kursentwicklung des Stuttgarter Automobilbauers relevant. "Gegen die Beschuldigten besteht der Anfangsverdacht, den Anlegern die sich aus den Software-Manipulationen bei Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG ergebenden, insbesondere finanziellen Konsequenzen für die Porsche SE bewusst verspätet mitgeteilt zu haben", heißt es demnach in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen den betroffenen Managern Haftstrafen bis zu fünf Jahren oder eine hohe Gefängnisstrafe. (vwh/td)
Bildquelle: Bernd Kasper / PIXELIO (www.pixelio.de)
VW-Abgas-Skandal
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