Köpfe & Positionen

Bauer: "Der Zugang zum Kunden ist entscheidend"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Versicherer müssen auf die neuen Herausforderungen von Globalisierung, demografischen Wandels und digitale Transformation reagieren. Dafür reichen althergebrachte Verhaltensmuster nicht: "Soll wirklich etwas Neues entstehen, braucht es neue Kontexte und eine andere Unternehmenskultur", sagt Wilhelm Bauer, Institutsleiter am Fraunhofer IAO. Er erklärt auch, wie das geschehen sollte.
"Unternehmen und Organisationen müssen ihr Verhalten auf allen Ebenen der Wertschöpfung hinterfragen und neu justieren – insbesondere hinsichtlich des Innovationsgeschehens." Innovation ist aber nicht gleichzusetzen mit Technik, denn der Mensch bildet nach wie vor den Mittelpunkt aller Überlegungen eines Versicherers, davon ist der Institutsleiter überzeugt: "Der Zugang und die Nähe zum Kunden sind entscheidend. Es gilt, die Bedarfe zu verstehen, die der Kunde selbst noch nicht formulieren kann, und daraus Ideen für neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln."
Das bedeutet aber keineswegs, dass der Einsatz der Technik eine untergeordnete Rolle spielen werde, denn auch für das Kundenverständnis ist der Einsatz von Technik unerlässlich, wie Bauer betont: "Es ist in der Frage des Kundenzugangs über Portale und Plattformen wichtig, den Schritt voraus zu sein."

Hilfe für die Branche

Wie Versicherer die digitale Zukunft gestalten können, wird im Rahmen des Forums "Innovation in der Praxis" vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation am 1. Juni in Stuttgart beleuchtet. Branchenexperten wie GDV-Präsident Alexander Erdland oder IBM-Versicherungschef Christian Riedel geben Einblicke in Chancen und Herausforderungen. (vwh/mv)
Bild: Wilhelm Bauer (Quelle: Fraunhofer Institut)
Digitalisierung · Fraunhofer-Institut · Wilhelm Bauer
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