Unternehmen & Management

Hanse Merkur: Neugeschäft im Bereich Risiko und Altersvorsorge sinkt um fast 50 Prozent

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Hanse Merkur konnte im vergangenen Jahr in allen wesentlichen Bereichen ein Plus erzielen. Das Neugeschäft und die gebuchten Bruttobeiträge lagen unter dem Vorjahresergebnis. Das Neugeschäft im Sektor Risiko- und Altersvorsorge dürfte allerdings Kopfschmerzen bereiten, es brach um 48,6 Prozent ein.
"Wir haben die Konditionen für das Einmalgeschäft so verändert, dass es kaum mehr attraktiv ist", stellte Vorstandschef Eberhard Sautter bei der Vorstellung der Konzernergebnisse 2016 fest. Allerdings gäbe es in der aktuellen Niedrig- und Strafzinsphase durchaus immer noch Kunden, die auch schlechte Konditionen und eine mickrige Verzinsung besser finden als das, was an Alternativen auf dem Markt ist.

Warten auf bessere Zeiten

Angesichts der schwierigen Zinsphase gehört es zur Strategie der HanseMerkur, das Geschäft gegen Einmalbeiträge in der Lebensversicherung zu senken, so lange, bis sich der Markt wieder ändert, wie Sautter anmerkte. Deshalb sanken die Einmalbeiträge 2016 von 302 auf 66 Mio. Euro. Dies hatte auch Auswirkungen auf das Neugeschäft, das im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent zurückging. Dabei gab es im Bereich Gesundheit und Pflege ein Plus von 6,4 Prozent, bei Reise & Freizeit ein Wachstum um 2,0 Prozent und der Bereich Schaden und Unfall legte um 23,1 Prozent zu. Nur in der Risiko- und Altersvorsorge brach das Neugeschäft um 48,6 Prozent ein.
Die gebuchten Bruttobeiträge der Gruppe gingen trotz einer Zunahme um 4,1 Prozent bei den laufenden Beitragseinnahmen um 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Auch hier legte Gesundheit und Pflege um 5,1 Prozent zu, Reise und Freizeit blieb stabil und Schaden und Unfall verzeichnete ein Beitragsplus von 14,3 Prozent. Mit einem Zuwachs bei den laufenden Beiträgen von 0,1 Prozent blieb die Risiko-& Altersvorsorge zumindest in dieser Hinsicht stabil.
Die Zahl der Kunden erhöhte sich erneut, und zwar von 9,3 auf 9,6 Mio., wozu sicher das Fielmann-Geschäft maßgeblich beigetragen hat. Es wird über die HanseMerkur Speziale Krankenversicherung AG betrieben, deren Vertragsbestand 2016 von 7,3 auf 7,8 Mio. Verträge anwuchs.
Ein Minus um 4,5 Prozent gab es dagegen bei den selbständigen hauptberuflichen Vermittlern, während sich die Zahl der Angestellten im Innen- und Außendienst um 1,8 Prozent erhöhte.
Die detaillierten Zahlen der Geschäftsergebnisse lesen Sie in der Juni-Ausgabe der Versicherungswirtschaft. (vwh/sgk)
Bild: Bild: Hamburg, Sitz der HanseMerkur (Quelle: Marit Peters / PIXELIO /www.pixelio.de)
Altersvorsorge · HanseMerkur · Jahreszahlen
Auch interessant
Zurück
17.07.2019VWheute
Hanse­merkur verlän­gert die Exklu­siv­part­ner­schaft mit dem Hamburger SV Die HanseMerkur hat ihre Exklusivpartnerschaft mit dem …
Hanse­merkur verlän­gert die Exklu­siv­part­ner­schaft mit dem Hamburger SV
Die HanseMerkur hat ihre Exklusivpartnerschaft mit dem Fußball-Zweitligisten Hamburger SV verlängert. Neben den klassischen Exklusivpartnerrechten wie der Präsenz auf der TV-Bande wird die …
03.07.2019VWheute
Hanse­Merkur mit neuem Rekord bei Beitrags­ein­nahmen und neuem Aufsichts­rats­chef Die HanseMerkur hat sich 2018 insgesamt gut entwickelt und einige …
Hanse­Merkur mit neuem Rekord bei Beitrags­ein­nahmen und neuem Aufsichts­rats­chef
Die HanseMerkur hat sich 2018 insgesamt gut entwickelt und einige Rekordmarken in der Unternehmensgeschichte gesetzt. So stiegen die Beitragseinnahmen um 4,0 Prozent auf eine neue Rekordmarke von …
01.07.2019VWheute
Trotz guter Zahlen geht der Gene­ral­di­rektor der Merkur Eine "solide Prämienentwicklung" schützt vor Personalschwund nicht. Trotz einem Anstieg der …
Trotz guter Zahlen geht der Gene­ral­di­rektor der Merkur
Eine "solide Prämienentwicklung" schützt vor Personalschwund nicht. Trotz einem Anstieg der Prämien um 5,1 Prozent auf 493,7 Mio. Euro wird Generaldirektor Gerald Kogler das Unternehmen am Jahresende verlassen.
13.05.2019VWheute
Bussert: "Unter Hanseaten hilft man sich" Das Sponsoring von Fußball-Vereinen steht in der Versicherungsbranche derzeit hoch im Kurs - natürlich nicht…
Bussert: "Unter Hanseaten hilft man sich"
Das Sponsoring von Fußball-Vereinen steht in der Versicherungsbranche derzeit hoch im Kurs - natürlich nicht ohne Eigennutz: "Das Engagement soll uns bekannter machen und unser Image als verlässlicher Versicherer stärken", konstatiert …
Weiter