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Aviva verkauft Lebensversicherungsgeschäft

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Die britische Aviva hat heute den Verkauf des Großteils ihrer spanischen Aktivitäten an den lokalen Versicherer Santalucía bekannt gegeben. Für die Aviva ist es der definitive Einstieg in den Ausstieg aus dem spanischen Markt. Die Santalucía schafft dagegen die angepeilte Diversifizierung ihres Bestandes und den Einzug in die Top Ten der spanischen Assekuranz. Der Kaufpreis beläuft sich auf 446 Mio. Euro.
"Die Transaktion zeigt unsere absolute Fokussierung auf einen effektiven Kapitaleinsatz zur Stärkung unserer Kapital- und Liquiditätsausstattung", sagt der CEO von Aviva Mark Wilson. Der britische Versicherer verkauft das Lebensversicherungs- und Pensionsfondsgeschäft seiner spanischen Tochtergesellschaft, sowie seine strategischen Allfinanzbündnisse mit den Kreditinstituten Unicaja Banco und EspañaDuero. Der Käufer ist das spanische Assekuranzhaus Santalucía, dass nach eigenen Angaben 446 Mio. Euro bezahlt.
Die Transaktion beinhaltet den Verkauf der spanischen Tochtergesellschaft Aviva Vida y Pensiones, die auf die Lebensversicherung und Pensionsfonds spezialisiert ist. Darüber hinaus veräußert die Aviva ihre Beteiligungen in Höhe von jeweils 50 Prozent an den beiden Bancassurance-Lebensversicherern Unicorp Vida und Caja España Vida. Beide sind Joint Ventures mit den Kreditinstituten Unicaja Banco und deren Tochtergesellschaft EspañaDuero. Sie werden ihre Beteiligungen in Höhe von jeweils 50 Prozent weiterhin behalten. Die Santalucía wird die Aviva als strategischen Partner ersetzen.
"Mit dieser Transaktion wird die Santalucía die Nummer neun unter den größten Versicherungsgruppen Spaniens mit einer ausgeglichenen und diversifizierten Geschäftszusammensetzung“, sagt der Generaldirektor der Santalucía Andrés Romero. Die Santalucía ist mit einem Marktanteil von 35 Prozent der Branchenprimus im wichtigen Marktsegment Sterbegeldversicherung. Seit Jahren ist es explizite Geschäftsstrategie des Versicherers, den Anteil der Sterbegeldversicherung am Portefeuille durch Diversifizierung zu senken.
Für die Aviva ist dieser Schritt der Beginn des definitiven Rückzugs aus dem spanischen Markt. Vor rund 15 Jahren startete sie mit einer Investitionssumme von insgesamt rund einer Milliarde Euro eine aggressive Expansionsstrategie über Joint Ventures mit spanischen Kreditinstituten. Binnen weniger Jahre stieg sie zur drittgrößten Versicherungsgruppe Spaniens auf. Durch den finanziellen Kollaps fast aller spanischen Sparkassen während der Bankenkrise und den folgenden Fusionsprozessen wurden diese Allianzen überwiegend obsolet und die Aviva hat sich vom Großteil der Beteiligungen getrennt. (reh)
Bild: Madrid, Hauptstadt Spaniens (Quelle: teles5 / PIXELIO /www.pixelio.de)
Lebensversicherung · England · Kapitalmärkte · Spanien
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