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Munich Re atmet durch

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Trotz eines deutlichen Anstiegs der Großschäden startete der Munich-Re-Konzern mit einem Quartalsgewinn von 557 Mio. Euro gut in das laufende Geschäftsjahr. Laut Finanzvorstand Jörg Schneider sei die Entwicklung vor allem in der Rückversicherung Leben/Gesundheit positiv. Bei der Ergo verbesserten alle Segmente ihr Ergebnis. Zudem habe sich der Preisdruck in der Rückversicherung spürbar abgeschwächt.
Das Geschäftsfeld Rückversicherung steuerte zum Konzernergebnis 466 (449) Mio. Euro bei. Die Bereiche Leben/Gesundheit erzielten mit 126 (24) Mio. Euro einen auffällig hohen Gewinn. Aufgrund von Währungseffekten und durch den Abschluss neuer großvolumiger Verträge seien die Beitragseinnahmen auf 3.488 (3.096) Mio. Euro gestiegen. Das versicherungstechnische Ergebnis inklusive dem Ergebnis aus dem Teil des Geschäfts, der wegen unzureichenden Risikotransfers nicht im versicherungstechnischen Ergebnis ausgewiesen wird, entwickelte sich auf 158 (74) Mio. Euro, berichtet der Rückversicherer.
Die Gesamtbelastung durch Großschäden stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich auf -403 (-100) Mio. Euro. Die von Menschen verursachten Großschäden lagen bei -247 (-111) Mio. Euro. Die Schäden aus Naturkatastrophen machten -156 (+11) Mio. Euro aus. Den größten Einzelschaden verursachte laut Munich Re Zyklon Debbie mit -100 Mio. Euro. Vor dem Hintergrund einer ungewöhnlichen Häufung bedeutender, aber lokal begrenzter Naturereignisse in den USA brächten zahlreiche Schadenereignisse für die Gruppe in Summe hohe Belastungen, blieben aber je einzeln unterhalb der für den Ausweis als "Großschaden" maßgeblichen 10-Millionen-Euro-Grenze.
Für das laufende Jahr rechnet die Munich Re mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 48 und 50 Mrd. Euro und strebt ein Konzernergebnis in einer Spanne von 2,0 bis 2,4 Mrd. Euro an. (vwh/mst)
Bild: Jörg Schneider, Finanzvorstand Munich Re (Quelle: Munich Re)
Munich Re · Jörg Schneider
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