Politik & Regulierung

Allianz kämpft mit Dax-Riesen gegen US-Giganten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Bei Facebook oder Google müssen sich Kunden nur einmal anmelden und haben dann Zugriff auf verschiedene Dienste. Die Allianz, die Deutsche Bank, Daimler und Axel Springer wollen gemeinsam mit den IT-Unternehmen Core und Here nun eine eigene übergreifenden Daten-Plattform mit einem Generalschlüssel für Online-Angebote aufbauen. 2018 soll der Startschuss fallen. Das Konsortium hofft auch andere Big-Player aus Europa zu gewinnen.
Unternehmen aus den Bereichen Handel, Luftfahrt und Telekommunikation sowie weiteren Branchen sollen kurzfristig als Partner gewonnen werden, heißt es. Unter anderem hätten kürzlich Gespräche mit der Deutschen Telekom begonnen. Die Zugangsdaten werden zu einer Art digitalem Personalausweis, mit denen der Nutzer unkompliziert rechtssicher Geschäfte online machen kann. Einmal bei der Allianz angemeldet und eine Versicherung abgeschlossen, lässt sich ohne Probleme auch ein Auto bei Daimler online reservieren oder ein Girokonto bei der Deutschen Bank einrichten.
"Für uns als Versicherer ist der vertrauensvolle Umgang mit den Daten unserer Kunden seit jeher besonders wichtig. Diese Initiative bietet uns die Perspektive, höchste Sicherheitsstandards auf digitale kundenzentrierte Finanzdienstleistungen zu übertragen", erklärt Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland.
Die Plattform soll den Nutzern mehr Komfort und auch mehr Sicherheit bieten sowie höchste Standards bei Datensicherheit und Datenschutz gewährleisten. Sie wird bereits sowohl das reformierte EU-Datenschutzrecht berücksichtigen, als auch die eIDAS-Verordnung, die die Vertrauensdienste der Online-Ausweisfunktion reguliert. Zudem soll die Plattform offen konzipiert und kompatibel zu laufenden Vorhaben des Bundes, der Länder und der Kommunen, wie etwa den Bürgerportalen sein. In einer späteren Ausbaustufe sind zusätzliche Funktionen wie etwa ein digitaler Behördenzugang (eGovernment) denkbar. Auch die Entwicklung digitaler Zahlungs- und Finanzdienstleistungen sind mit dieser Plattform möglich.
In der vorigen Woche haben die Beteiligten eine Absichtserklärung unterzeichnet. Noch in diesem Jahr soll nun eine GmbH gegründet werden, die von den Unternehmen getragen und die Plattform betreiben wird. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2018 soll sie an den Start gehen. (vwh/dg)
Bildquelle: GDV
Allianz · Digitalisierung
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