Köpfe & Positionen

Warum Robo-Advisor die besseren Berater sind

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Robo-Advisory-Plattform Growney ist seit Mai 2016 am Markt und will demnächst auch bAV-Lösungen anbieten. Geschäftsführer Gerald Klein hält Robo-Advisor für die besseren Berater, weil sie einen Entscheidungsbaum viel perfekter durchgehen können als menschliche Consultants. "Denn der Robo-Advisor ist vollkommen frei von Befindlichkeiten und hat keinerlei Interessenskonflikte."
Gerald Klein hat sich 2014 selbständig gemacht und Growney gegründet. Davor hat er die Finanzproduktentwicklung bei der Landesbank Berlin geleitet. "Nach zwei Jahren Konzeptionierung und Programmierung sind wir im Mai 2016 an den Start gegangen. Seit dieser Zeit haben wir als absoluter No-Name bereits über 700 Kunden gewonnen und mit steigender Tendenz kommen täglich fünf bis zehn Kunden dazu", erklärt Klein im Interview mit den Magazin die bank.
Growney verdient sein Geld über die Servicegebühr, auch fallen Handelsgebühren für Kunden an. "Unseren Break-Even erwarten wir spätestens nach drei Jahren am Markt, das größte Wachstumspotenzial sehen wir im B2B-Bereich." Das Start-up bietet eine Anlage in Aktien-und Anleihefonds, die auf persönliche Risikomentalität abgestimmt ist. In über 2.400 Aktien in 45 Ländern wird investiert.
Laut Klein wachse das Vertrauen in und die Akzeptanz von digitalen Lösungen, weil es immer besser gelinge, anspruchsvolle Sachverhalte zu transportieren. Als erster Robo-Advisory-Anbieter will man auch den bAV-Markt erobern und im dritten Quartal 2017 mit einer Lösung an den Markt gehen. "Die bAV ist im Rahmen der Entgeltumwandlung die mit Abstand effizienteste Form zu sparen. Wir wollen Altersvorsorge als Schwerpunktthema mit vielen Servicefunktionen für den Kunden transparent und damit verständlich machen", so Klein gegenüber den Magazin die bank. Konkret wird das Unternehmen analog zur Privatkundenlösung für jeden einzelnen Arbeitnehmer das umgewandelte Entgelt in ein ETF-Portfolio investieren, das bis zum Eintritt ins Rentenalter beim Unternehmen angesiedelt bleibt.
Dass Start-ups am Anfang immer Verluste schreiben, hält Klein für kein typisches Phänomen der Neuzeit. "Unternehmer sind auch in der Vergangenheit immer in Vorleistung gegangen und haben Anfangsverluste gemacht." (vwh/dg)
Bild: Growney-Gründer Gerald Klein (Quelle: Growney)
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