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Millionenschäden nach Unwetter in Unterfranken

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Schwere Unwetter haben am Donnerstagnachmittag vor allem in Unterfranken zu Schäden in Millionenhöhe geführt. Vor allem im Landkreis Aschaffenburg waren etwa 650 Feuerwehrleute im Einsatz, berichtet der Bayerische Rundfunk. Besonders stark betroffen war demnach die Stadt Alzenau, die Gemeinde Krombach, sowie Markt Möbris, wo Bürgermeister Felix Wissel Schäden in zweistelliger Millionenhöhe befürchtet.
So traten laut Bericht die Kahl und deren Nebenflüsse durch den Starkregen über die Ufer. Zwar waren am Tag nach dem Unwetter zumindest wieder alle Straßen im Markt Mömbris wieder frei befahrbar. Allerdings wurde der Schienenverkehr zwischen Mömbris und Michelbach bis Samstag eingestellt.
Menschen wurden zwar nach Angaben der Behörden nicht verletzt. Allerdings hatten die Wassermassen auf einem Friedhof im Ortsteil Niedersteinbach eine massive Stützmauer eingedrückt und die Wege so ausgespült, dass teilweise Löcher bis zu 80 Zentimetern entstanden. Zudem seien laut Bericht rund 500 Keller durch Schlamm und Wasser voll gelaufen, mehrere Hänge abgestürzt, Straßen gesperrt und Stützmauern eingestürzt.
"Das lokale Unwetterereignis im Landkreis Aschaffenburg hat teils erhebliche Schäden angerichtet. Die Schadenmeldungen, die uns bisher erreicht haben, sind noch äußerst überschaubar, was vor allem darauf schließen lässt, dass viele Betroffene den wichtigen Schutz, sich mit einer Elementarschadenversicherung finanziell gegen diese Schäden abzusichern, nach wie vor nicht in ihrer Wohngebäude- oder Hausratversicherung eingeschlossen haben", erläuterte eine Sprecherin der Versicherungskammer Bayern in einer ersten Einschätzung auf Anfrage von VWheute. Dennoch sei es für eine Einschätzung der versicherten Schäden "noch etwas zu früh".
Auch im Rhein-Main-Gebiet sorgten Gewitter und Starkregen für ein erhebliches Verkehrschaos. So mussten allein auf dem Frankfurter Flughafen am Donnerstagnachmittag rund 100 Flüge gestrichen werden. "Wegen der Gefahr von Blitzeinschlag sind die Arbeiten auf dem Vorfeld eingestellt worden", sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport gegenüber dem Hessischen Rundfunk.
Davon betroffen war neben dem Flugbetrieb auch die Bodenabfertigung. So konnten die Maschinen rund zwei Stunden lang nicht be- und entladen werden, die Parkpositionen waren zeitweise überfüllt. Davon betroffen war auch die deutsche Handball-Nationalmannschaft auf dem Rückweg vom siegreichen EM-Qualifikationsspiel in Slowenien. Laut Bericht saß das Team 90 Minuten lang auf dem Rollfeld fest.
Der Bahnverkehr im Rhein-Main-Gebiet war hingegen nicht vom Unwetter betroffen. Lediglich in einem S-Bahn-Tunnel in der Frankfurter Innenstadt war es nach Angaben einer Sprecherin zu einem Wassereinbruch gekommen, so dass zeitweise nur ein Gleis berfahrbar war. (vwh/td)
Bild: Einsatzkräfte in Mömbris (Quelle: dpa)
Unwetter · Unterfranken · Rhein-Main
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