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Sturm "Debbie" drückt Gewinn der Swiss Re

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Swiss Re sieht sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2017 auf Kurs. So erzielte der Schweizer Rückversicherer in den ersten drei Monaten einen Gewinn von 656 Mio. US-Dollar. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang von nahezu 47 Prozent gegenübe rdem Vorjahreszeitraum (2016: 1,229 Mrd. US-Dollar). Eine Ursache dafür liegt nach Unternehmensangaben auch in "Debbie".
So beziffert die Swiss Re die Schadenforderungen durch den tropischen Wirbelsturm in Australien Ende März 2017 auf rund 350 Mio. US-Dollar. Davon entfallen etwa 320 Mio. auf die Rückversicherungssaprte P&C Reinsurance sowie etwa 30 Mio. auf den Geschäftsbereich Corporate Solutions.
Die gebuchten Bruttoprämien sanken nach Unternehmensangaben um etwa zehn Prozent auf 10,199 Mrd. US-Dollar (Vorjahreszeitraum: 11,395 Mrd.). Allein in der Rückversicherungssparte sanken die Bruttoprämien um 18 Prozent auf 5,778 Mrd. US-Dollar (Vorjahreszeitraum: 7,008 Mrd.). Die Schaden-Kosten-Quote stieg leicht um 2,3 Prozentpunkte auf 95,6 Prozent (Vorjahreszeitraum: 93,3 Prozent).
In der Konzerneinheit Life & Health Re verbuchte die Swiss Re einen Gewinn von 193 Mio. US-Dollar (Vorjahreszeitraum: 244 Mio.). Die gebuchten Bruttoprämien gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 3,238 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 3,405 Mrd.) zurück. Im Geschäftsbereich Corporate Solutions gingen die Prämieneinnahmen um elf Prozent auf 717 Mio. US-Dollar (Vorjahreszeitraum: 804 Mio.).

Vorstandschef setzt auf Rentabilität

"Ich bin mit unserer Performance im ersten Quartal zufrieden, insbesondere angesichts des schwierigen Marktumfelds. Wir haben auf den anhaltenden Preisdruck in unserer Branche entschieden reagiert, indem wir unrentable Geschäftsbedingungen nicht akzeptiert haben, was sich in unserem Umsatz zeigt. Unser hochwertiges Anlageportefeuille leistet weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtergebnis", kommentiert Christian Mumenthaler, Vorstandsvorsitzender der Swiss Re, die Geschäftsentwicklung der ersten drei Monate in 2017.
"Ereignisse wie der Wirbelsturm Debbie belasten zwar unsere kurzfristige Performance negativ, aber vor allem fordern sie Menschenleben, zerstören Infrastrukturen und schwächen Volkswirtschaften. Zugleich verdeutlichen Naturkatastrophen wie diese die wichtige Rolle der Versicherungswirtschaft. In solchen Momenten kommen unsere Kernkompetenzen zum Tragen und wir belegen den Mehrwert, den wir unseren Kunden und der Gesellschaft bieten", ergänzt Mumenthaler.
"Das zufriedenstellende Ergebnis im ersten Quartal unterstreicht unsere Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich zu agieren, während wir in die langfristige Ausrichtung unseres Geschäfts investieren. Unsere Kapitalausstattung ist weiterhin sehr stark und unsere Rückstellungsreserven absolut intakt. Dank diszipliniertem Underwriting können wir unser Kapital gezielt den Geschäftsfeldern zuweisen, deren Potential aus unserer Sicht am vielversprechendsten ist", betont zudem Finanzvorstand David Cole.

Rückversicherer expandiert in Asien

Einen weiteren Meilenstein sieht die Swiss Re zudem in der Eröffnung einer indischen Niederlassung in Mumbai. Demnach kann der Schweizer Rückversicherer seit dem 1. Februar 2017 neben Nichtlebens- auch Lebens- und Krankenversicherungslösungen in Indien anbieten. Dabei verspricht sich der Konzern vom durchschnittlichen Marktwachstum von jährlich etwa acht Prozent bis 2025 profitieren zu können.
Neben dem Wachstumsmarkt Indien setzt die Swiss Re zudem weiter auf den asiatischen Markt. Nachdem der Rückversicherer im März diesen Jahres eine Niederlassung in Malaysia gegründet hat, plant der Konzern die Gründung einer eigenen regionalen Tochtergesellschaft im südostasiatischen Stadtstaat Singapur. (vwh/td)
Bild: Christian Mumenthaler, Vorstandsvorsitzender der Swiss Re (Quelle: Swiss Re)
Swiss Re · Christian Mumenthaler
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