Märkte & Vertrieb

Jede zehnte Schadensmeldung weist Ungereimtheiten auf

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nach einer Sonderauswertung des Branchenverbandes GDV auf der Basis von mehreren tausend Schadenfällen liegt der Anteil sogenannter "Dubiosschäden" allein in der Haftpflichtsparte bei knapp 16 Prozent. In der Sachversicherung sind es nach demnach etwa neun Prozent. In der Kraftfahrversicherung liege der Anteil laut GDV rund sieben Prozent.
So gehen die Schaden- und Unfallversicherer laut GDV davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Schäden durch Versicherungsbetrug jedes Jahr auf rund vier bis fünf Mrd. Euro belaufen. "Die Ergebnisse der Sonderauswertung decken sich mit unserer bisherigen Schätzung, wonach zehn Prozent der Schadenzahlungen von Betrügern gefordert werden", kommentiert Roland Stoffels, Vorsitzender der Kommission Kriminalitätsbekämpfung im GDV.
Laut einer GfK-Umfrage gehen immerhin 43 Prozent der Deutschen davon aus, dass in der Hausratversicherung besonders leicht zu betrügen sei. 41 Prozent glauben dies von der Haftpflicht, 26 Prozent von der Haftpflicht, jeweils 23 Prozent von der Kfz-Kasko-Versicherung bzw. Kfz-Haftpflicht, sowie 16 Prozent in der Wohngebäudeversicherung.
Dennoch sei ein Strafverfahren für Versicherungsbetrug nach Ansicht des Münchener Fachanwaltes für Strafrecht Klaus Leipold in einem Exklusivbeitrag für VWheute noch immer eine psychische Ausnahmesituation. (vwh/td)
Bildquelle: Rike / PIXELIO (www.pixelio.de)
GDV · Versicherungsbetrug
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