Märkte & Vertrieb

Versicherer glauben an Wachstum durch Trump

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
88 Prozent der von Goldman Sachs befragten Versicherungsunternehmen rechnen mit einer positiven Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft, gemessen am Aktienindex S&P 500. Weitere 80 Prozent sehen einen baldigen Ertragszuwachs bei zehnjährigen US-Staatsanleihen. Mehr Risiko wollen sich die Asset Manager der Assekuranz ins Portfolio holen. Doch nicht in allen Weltregionen wird gleich investiert.
Hatten im vergangenen Jahr noch 75 Prozent der befragten Chief Information Officers (CIO) und Chief Financial Officers (CFO) gesagt, der Markt befände sich am Ende des Kreditzyklus, sind nur noch 35 Prozent der Asset Managern der Assekuranz dieser Meinung. Die aktuelle Erholungsphase verlängere sich, so die überwiegende Einschätzung. Von schlechteren Anlagechancen in der Zukunft geht nur noch ein Drittel der Befragten aus (2016: 48 Prozent).
"Dieser Optimismus zeigt sich in einer größeren Risikoneigung bei Aktien, weniger liquiden Vermögenswerten und insbesondere festverzinslichen Anleihen", kommentiert Volker Anger, Goldman Sachs Asset Management (GSAM), die Studie. So wollen 34 Prozent der Befragten ihre Investition in Private Equity erhöhen.
Unbekannte "Kapitalisierung"
Je nach Region weisen die befragten Versicherer Unterschiede bei der Asset-Allokation auf: Versicherungsunternehmen aus den USA und Europa gehen von erhöhten Staatsausgaben aus, Infrastruktur-Anleihen wollen sie im Portfolio erhöhen. Außerdem interessieren sie sich stärker für gewerbliche Hypothekendarlehen. 45 Prozent der Versicherer aus der Asien-Pazifik-Region hingegen planen weitere Investitionen in Anleihen von US-Unternehmen mit Investment-Graden.
Die Marktkapitalisierung stellt für die befragten Versicherer kein Problem dar, über 90 Prozent halten die Unternehmen der Branche für ausreichend kapitalisiert oder sogar überkapitalisiert. Nachhaltigkeitskriterien spielen im Investment für 54 Prozent der Befragten keine vordergründige Rolle, nur vier Prozent beziehen diese immer in ihre Entscheidung ein.
Für die GSAM-Studie wurden 300 CIOs und CFOs von Versicherungsunternehmen weltweit befragt, die zehn Billionen US-Dollar verwalten. Das ist das Fünffache des Investitionsvolumens von Allianz Asset Management bzw. 40 Prozent des Branchenvermögens. (vwh/de)
Bildquelle: Marko Greitschus / PIXELIO / (www.pixelio.de)
Kapitalmärkte · Asset Management · Goldman Sachs
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