Märkte & Vertrieb

Altsysteme sind den Anforderungen nicht mehr gewachsen

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Von Marcin Mekler, Manager bei Sollers Consulting. Eine Welle technologischer Innovationen übt in der Versicherungswirtschaft enormen Druck auf die etablierten Branchengrößen aus. Doch selbst Unternehmen, die es geschafft haben interne Widerstände gegen Veränderungen zu überwinden, sind häufig zusätzlich mit einer weiteren großen Hürde konfrontiert, den technologischen Barrieren.
Veraltete Systeme machen es nahezu unmöglich, sich durch die Einführung innovativer Produktangebote oder schlanker Prozesse an schnell wandelnde Marktbedingungen anzupassen. Die meisten Versicherer haben ihre IT-Systeme vor vielen Jahren implementiert. Diese beruhen oftmals auf alten Programmiersprachen (wie z.B. COBOL) für die es immer weniger Spezialisten gibt. Damals waren sowohl die technologischen Möglichkeiten als auch das Versicherungsgeschäft im Vergleich zu heute sehr verschieden.
Demzufolge sind Altsysteme den gegenwärtigen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Notwendige Wartungsarbeiten und Anpassungen sind komplex und kostenintensiv. Das führt dazu, dass sie zumeist mehr als Datenbanken denn als wirkliches Business-Tool genutzt werden. Viele der alten Kernsysteme bieten begrenzte Funktionalitäten und unterstützen nur grundlegende Produkte und Prozesse.
Ein schrittweiser Modernisierungsansatz kann bei diesem Problem helfen, aber nur, wenn er zu Ende gebracht wird und die komplette IT-Landschaft einbezogen wird. Andernfalls führt es zu einem Mix an alten und neuen Systemen, welche auf unterschiedlichen Technologien basieren und verschiedene technische Möglichkeiten bieten. Die Grenzen der alten Systeme führen dazu, dass es unmöglich wird die Vorteile moderner Lösungen in ganzer Fülle zu nutzen. Es bedeutet zudem, dass jede Modifikation in einem System manuell in allen anderen nachgebildet werden muss und so einen sehr komplexen, langwierigen und fehleranfälligen Prozess in Gang setzt.
Moderne Lösungen erlauben eine untereinander nahtlose Integration, beispielsweise zwischen einfachen und schlanken Frontends und einem flexiblen Kernsystem. Die heutigen technischen Möglichkeiten machen es möglich die wesentlichen Funktionalitäten im Kernsystem zu halten, die durch das Frontend, ohne dass Prozesse und Produkte repliziert werden müssen, abgerufen und genutzt werden können. So wird nicht nur die Umsetzung vereinfacht, sondern auch eine signifikante Reduzierung der Kosten und des Zeitaufwands in der Aufrechterhaltung möglich. Man kann so den größtmöglichen Nutzen aus der Flexibilität der Systeme ziehen. Sollers Consulting hat einen derartigen Ansatz bei einem international agierendem Kunden verfolgt. In diesem Projekt wurde gleichzeitig ein leistungsstarkes Kernsystem sowie eine fortschrittliche Fronend-Lösung, die eigens entwickelte RIFE-Plattform, in nur sechs Monaten erfolgreich umgesetzt.
Die meisten Versicherer sind sich darüber bewusst, dass dringend Schritte unternommen werden müssen. Aber bei der Umsetzung sind noch viele zögerlich, da die Implementierung von neuen Kernsystemen ein hochkomplexes Unterfangen darstellt und mit vielen Hürden und Risiken verbunden ist. Mit der richtigen Beratung und Unterstützung können solche Projekte allerdings reibungslos und ohne eine Gefährdung des Tagesgeschäfts sowie der Umsätze gelingen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis solch ein Schritt keine Option, sondern eine Notwendigkeit darstellt. Daher ist es sinnvoll sich jetzt ganz bewusst und gut durchdacht für eine Lösung zu entscheiden, statt unvorbereitet und überstürzt in einen aufwändigen Prozess zu gehen.
Bild: Marcin Mekler (Quelle: Sollers)
Sollers Consulting
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