Märkte & Vertrieb

Sofortrente lohnt sich erst ab 80

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Eine Sofortrente gegen Einmalbeitrag rentiert sich in der Regel nur dann, wenn die Kunden im Durchschnitt knapp 80 Jahre alt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die heute erscheinende Ausgabe des Map-Report. So fallen die monatlichen Rentenzahlungen bei volldynamischen Verträgen zu Beginn deutlich niedriger sind als bei der teildynamischen oder kontanten Rente. Dies ändere sich jedoch bereits nach dem siebten Jahr, heißt es weiter.
Demnach wirke sich das aktuell niedrige Zinsniveau deutlich auf die Renditen der Versicherer aus. Dabei sinken Kapitalabfindungen bei aufgeschobenen Rentenversicherungen weiter und liegen in diesem Jahr im untersuchten Musterfall mit 20 Jahre Laufzeit im Marktschnitt rund 8.000 Euro unter denen des Jahres 2007.
Dennoch waren die bei Vertragsabschluss garantierten Renditen laut Map-Report über alle Laufzeiten bei sämtlichen Teilnehmern positiv. Bei einer Vertragsdauer von zwölf Jahren wurde somit im Jahr 2005 durchschnittlich eine Rendite von 1,28 Prozent bei einer Kapitalabfindung von 15.658 Euro garantiert.
Bei 20-jähriger Laufzeit wurden durchschnittlich 2,96 Prozent und 33.064 Euro versprochen. Über die 30-jährige Vertragsdauer wurden durchschnittlich 2,92 Prozent und 58.005 Euro zugesagt, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Reports.
Das Rentenzahlungen heute durchaus langfristig angelegt sein müssen, zeigt eine aktuelle Berechnung des Demografen Roland Rau im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach steigt die Lebenserwartung zwar wenig überraschend weiter an. Noch stärker sei allerdings zuletzt die Zahl der gesunden Lebensjahre gewachsen.
Demnach haben 65-jährige Frauen im Zeitraum zwischen 2005 und 2013 weitere 2,8 gesunde Lebensjahre hinzugewonnen. Ihre verbleibende Lebenserwartung stieg hingegen im gleichen Zeitraum "nur" um 0,6 Jahre. Gleichzeitig hält der Wissenschaftler inen weiteren Anstieg der Lebenserwartung und damit auch zusätzlicher gesunder Lebensjahre für möglich: "Entscheidend ist vor allem ein medizinischer Durchbruch bei der Behandlung von Krebserkrankungen", Nach den kardiovaskulären Krankheiten wie Herzinfarkten seien sie die zweithäufigste Todesursache. (vwh/td)
Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)
GDV · Rentenversicherung · Map-report
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