Politik & Regulierung

Deutschland verzeichnet Ärzteanstieg

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In Deutschland waren im vergangenen Jahr mehr Ärzte zugelassen. Nach Angaben der Bundesärztekammer (BÄK) stieg die Zahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten Ärztinnen und Ärzte um 2,1 Prozent auf 378.607 (+7.305). Davon waren allein 194.401 in einem Krankenhaus tätig. Insgesamt 151.989 Ärzte waren ambulant tätig. 32.217 Mediziner waren bei Behörden, Körperschaften und in sonstigen Bereichen tätig.
Zudem seien Mediziner auf dem Arbeitsmarkt nach Angaben der Bundesärztekammer weiterhin äußerst gefragt. So abe die Bundesagentur für Arbeit 1.943 offene Stellen für Ärztinnen und Ärzte (Vorjahr: 1.807) vermeldet. Damit herrscht praktisch Vollbeschäftigung, so die BÄK.
Deutlich im Trend liege demnach die Festanstellung: Demnach stieg die Gesamtzahl der im ambulanten Bereich angestellten Ärztinnen und Ärzte erhöhte sich auf 32.348, was ein Plus von 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Besonders hoch war demnach der Frauenanteil mit 62,7 Prozent. Die Zahl der niedergelassenen Ärzte sank jedoch leicht um 0,9 Prozent auf 119.641.

Immer mehr Ärzte kommen aus dem Ausland

Zudem stieg die Zahl der in Deutschland gemeldeten ausländischen Ärztinnen und Ärzte laut BÄK um 9,7 Prozent auf 46.721. Damit besitzen elf Prozent der in Deutschland berufstätigen Ärztinnen und Ärzte eine ausländische Staatsbürgerschaft, so die Ärztekammer. Die stärksten Zuwächse gab es mit 746 Ärztinnen und Ärzten aus Syrien
Dahinter folgen Rumänien(+ 223), Serbien (+ 218), die Ukraine (+ 160), Russland (+ 109) und Aserbaidschan (+ 108). Die meisten ausländischen Ärzte stammen damit aus Rumänien (4.285), Griechenland (3.118) und Syrien (2.895), gefolgt von Österreich (2.600).
Gleichzeitig kehrten 2.050 Ärztinnen und Ärzte der Bundesrepublik im vergangenen Jahr die Arbeit. Die beliebtesten Auswanderungsländer waren, wie schon in den vergangenen Jahren, die Schweiz (677), Österreich (295) und die USA (112). Die Zahl der Mediziner ohne ärztliche Tätigkeit stieg im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent.
"Wer nur die leicht steigenden Arztzahlen betrachtet, verschließt die Augen vor der ganzen Wahrheit. Tatsächlich öffnet sich die Schere zwischen Behandlungsbedarf und Behandlungskapazitäten immer weiter. Schon heute klaffen bei der ärztlichen Versorgung in vielen Regionen große Lücken", kommentiert Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die Ärztestatistik für das Jahr 2016. (vwh/td)
Bildquelle: Tim Reckmann / PIXELIO (www.pixelio.de)
Bundesärztekammer · Frank Ulrich Montgomery
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