Köpfe & Positionen

Axa-Chef Buberl politisch: "Le Pen wird nicht gewinnen"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Dass die Front-National-Chefin in der ersten Runde der Präsidentenwahl gut abschneiden werde, war für Thomas Buberl absehbar. Den Sieg in der Endrunde traut er ihr jedoch nicht zu. Dennoch: "Der Austritt aus der EU wäre eine große Niederlage für Frankreich." Die EU brauche seiner Meinung ein neues Narrativ: "Zu sagen, dass es keinen Krieg mehr gibt, reicht nicht mehr."
"Wie kann es sein, dass ein Martin Schulz mit einer emotionalen Kampagne in Deutschland so schnell so viel Zuspruch gewinnt? Die Bürger vermissen die Vision zu Europa", betont der Axa-Konzernchef im Interview mit dem Magazin Bilanz. "Nach den Wahlen in Deutschland im September müssen die Regierungschefs eine neue Erzählung erfinden, federführend mit dem Rest von Europa. Wenn sie das nicht schaffen, haben wir ein Problem."
Denn die USA hätten eine eigene Agenda, ebenso wie China. Europa brauche das auch. "Je schwächer Europa wird, desto schwächer werden wir insgesamt", erklärt Buberl. Am Sonntag stimmten beinahe 24 Prozent der französischen Wähler für Emmanuel Macron. Auch Buberl unterstützt den europafreundlichen und unabhängigen Kandidat. "Er hat sich sehr gut entwickelt, weil er die Leute mit einer neuen Vision anspricht. Er hat jetzt auch Inhalte geliefert, welche die Probleme des Landes angehen: Arbeitslosigkeit, Verschuldung, fehlende Modernisierung."
Erstmals wird keine der großen französischen Parteien den Präsidenten stellen, Macron wäre ein Präsident ohne politischen Rückhalt im Parlament. Auf der anderen Seite droht bei einem Sieg von Marine Le Pen der wirtschaftliche Super-GAU für die Grande Nation. (vwh/dg)
Bild: Seit September 2016 ist Thomas Buberl Chef des französischen Konzerns Axa. (Quelle: ak)
Axa · Thomas Buberl
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