Märkte & Vertrieb

Erdland und Fürstenwerth schärfen Sinne für Einbrüche

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Im vergangenen Jahr sind den deutschen Versicherern 140.000 Einbrüche gemeldet worden. Kostenfaktor: 470 Mio. Euro. Ganz so schlecht wie diese Zahlen klingen sind die aktuellen Entwicklungen aber nicht. Zum ersten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der Wohnungseinbrüche zurückgegangen. Von einer Trendwende will GDV-Präsident Alexander Erdland allerdings nicht sprechen.
Im aktuellen Einbruch-Report des GDV wird das Risiko eines Einbruchs insgesamt als sehr hoch eingeschätzt. Knapp 80 Prozent hätten das Gefühl, dass dieses Risiko in den letzten fünf Jahren zugenommen hätte. Das persönliche Risiko hingegen werde häufig unterschätzt. Fast die Hälfte der Befragten sei davon überzeugt, nicht interessant für Einbrecher zu sein. "Dieser Verdrängungsmechanismus ist so alt wie gefährlich: Es passiert anderen, aber nicht mir. Ein fataler Fehler, denn jeder kann Opfer eines Einbruchs werden", warnt Erdland. Im Durchschnitt kostet ein Einbruch 3.250 Euro.
Nach Angaben des GDV klaffen vielerorts eklatante Sicherheitslücken, wenn nach der Ausstattung von Wohnungen und ihrer Sicherheitstechnik gefragt werde. Nur etwa ein Viertel der Befragten gab demnach an, dass Wohnung bzw. Haus mit abschließbaren Fenstergriffen, zusätzlichen Sicherungen an Balkon- oder Terrassentüren bzw. einem zweiten Türschloss ausgerüstet ist.
"Leider wird der mechanische Einbruchschutz meist sträflich vernachlässigt, obwohl dieser in der Praxis sehr wirkungsvoll ist", erklärt Erdland. "Denn jeder dritte Einbruchsversuch scheitert an mechanischer Sicherung." Viele würden die Kosten für den Einbau von zusätzlicher Sicherungstechnik scheuen. Vor allem Mieter wollen nicht in fremdes Wohneigentum investieren.
Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Geschäftsführung, fordert bessere Präventionsmechanismen. "Wir müssen Anreize schaffen, damit die Menschen in Einbruchschutz investieren, um sich selbst und ihr Hab und Gut zu schützen." (vwh/mst)
Bildquelle: Allianz
GDV · Alexander Erdland · Jörg von Fürstenwerth
Auch interessant
Zurück
22.03.2019VWheute
Ex-GDV-Präsi­dent Alex­ander Erdland rückt in den Beirat von Eucon auf Alexander Erdland (67) hat einen neuen Posten: Der ehemalige Präsident des…
Ex-GDV-Präsi­dent Alex­ander Erdland rückt in den Beirat von Eucon auf
Alexander Erdland (67) hat einen neuen Posten: Der ehemalige Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist zum 1. Februar 2019 in den Beirat der Eucon Group berufen worden.
04.03.2019VWheute
Hans-Jörg Mauthe wird neuer Deutsch­land­chef bei AGCS Hans-Jörg Mauthe (56) ist zum neuen Deutschland-Chef des Industrieversicherers …
Hans-Jörg Mauthe wird neuer Deutsch­land­chef bei AGCS
Hans-Jörg Mauthe (56) ist zum neuen Deutschland-Chef des Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty AG (AGCS) ernannt worden. Ab dem 1. April 2019 wird er neben dem deutschen Markt auch für …
22.02.2019VWheute
Bemer­kens­werte Worte von der GDV-Spitze an den Jour­na­lismus In seiner wöchentlichen Kolumne schreibt Jörg von Fürstenwerth über den rasanten …
Bemer­kens­werte Worte von der GDV-Spitze an den Jour­na­lismus
In seiner wöchentlichen Kolumne schreibt Jörg von Fürstenwerth über den rasanten Wandel in der Medienwelt und die Folgen tiefer Schnitte in den Redaktionen namhafter Verlage. Der Vorsitzende der GDV-Geschäftsführung …
13.02.2019VWheute
Allianz will verstärkt in die Auto­häuser Die Allianz will für Autohäuser wieder interessanter werden und verloren gegangene Marktanteile zurückholen…
Allianz will verstärkt in die Auto­häuser
Die Allianz will für Autohäuser wieder interessanter werden und verloren gegangene Marktanteile zurückholen. Vereinfachungen im Vertrieb, ein innovatives Pricing und mehr Services sollen dazu führen, dass die Allianz wieder stärker in das…
Weiter