Märkte & Vertrieb

Viridium kauft LV-Bestand der Mannheimer von Protektor

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Landen Lebensversicherungsverträge bei Protektor, sind sie normalerweise zur Ruhe gebettet. Doch jetzt hat die Viridium Gruppe, ein Manager von LV-Beständen, 100.000 Verträge von Protektor übernommen. Es handelt sich bei dem Kauf um den alten Bestand der Mannheimer, der im Jahr 2003 zu Protektor überführt wurde. Die in Neu-Isenburg beheimatete Gruppe will die Verträge in ihr klassisches Run-Off-Geschäft einbeziehen.
Allerdings wird kein Neugeschäft mehr gezeichnet, sondern der Fokus wird auf die Verwaltung der bestehenden Verträge gelegt. Mittels Skaleneffekten und effizienter Verwaltung sollen Gewinne erzielt werden, die dann auch den Kunden zu Gute kommen sollen. Laut der Gruppe ist für die Versicherungsnehmer der Verträge die Kontinuität sichergestellt.
Nach Abschluss der Transaktion wird Viridium knapp über eine Million Versicherungsverträge und ein Vermögen von rund 14,6 Mrd. Euro verwalten. Der Kauf der Mannheimer-Verträge von der Protektor-ist die die dritte Akquisition der Gruppe nach dem Kauf der Heidelberger Lebensversicherung und dem Zukauf der Skandia Deutschland. Die Viridium Gruppe wurde ursprünglich als "Heidelberger Leben Gruppe" gegründet, als die Londoner Beteiligungsgesellschaft Cinven und die Hannover Rück die Heidelberger Lebensversicherung AG erworben haben.

Weniger Kosten für Versicherte?

"Mit dem Erwerb des Lebensversicherungsbetriebs von Protektor untermauern wir unsere Leistungsfähigkeit als führende Plattform für das Management von Lebensversicherungen. In den vergangenen zwei Jahren haben wir insbesondere in IT und Bestandsführung kräftig investiert und unsere marktführende Organisation substanziell weiterentwickelt. [...] Die Versicherungsnehmer werden von Kostenvorteilen und einer deutlich größeren, zukunftsfähig aufgestellten Organisation profitieren", erläutert Heinz-Peter Roß, Vorstandsvorsitzender der Viridium Gruppe.
Transaktionsbedingt wird Protektor den Versicherungsbetrieb im Vorfeld in eine neu zu gründende Versicherungsgesellschaft ausgliedern. Auf diese gehen dabei neben dem Vertragsbestand sämtliche Mitarbeiter des Lebensversicherungsbetriebs über. Nach Vollzug der Transaktion soll der Lebensversicherungsbetrieb der Protektor unter einem neuen Namen als eigenständige Tochtergesellschaft in die Viridium Gruppe eingegliedert werden, bestätigen beide Unternehmen unisono. Der beabsichtigte Verkauf an die Viridium Gruppe steht unter dem Vorbehalt sowohl der Zustimmung der Hauptversammlung von Protektor als auch der Bafin. (vwh/mv)
Bildquelle: Fotolia
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