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Weniger Gewinn für W&W

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Die W&W-Gruppe hat große Potenziale, wenn wir sowohl unsere traditionellen Vertriebswege als auch die Chancen der Digitalisierung konsequent nutzen", sagt der neue CEO Jürgen A. Junker. Die Zahlen des Konzerns deuten das Potenzial an und lesen sich gut, auch wenn der Konzernüberschuss gegenüber dem Rekordjahr 2015 fiel, gibt es Positives zu berichten.
Der Überschuss von W&W fiel gegenüber dem Jahr 2015 von 274,3 Mio. auf 235,3 Mio. Euro. Der Wert liegt über dem vom Konzern prognostizierten Wert von 220 Mio. Euro. Das Neugeschäft im Bereich Baufinanzierungen blieb nahezu konstant, wobei der Konzern betont, dass der Markttrend rückläufig sei. Steigern konnte sich der Konzern im Bereich Schaden- und Unfallversicherung: Die Brutto-Beiträge beliefen sich 2016 auf 1,68 Mrd. Euro (Vj. 1,64 Mrd. Euro). Die gebuchten Bruttobeiträge in der Krankenversicherung stiegen von 198 auf 216 Mio. Euro. Die Schadenkostenquote konnte verbessert werden und die Verwaltungsaufwendungen fielen. Leicht sanken die Bruttobeiträge in der Lebensversicherung und der Jahresneubeitrag in der Krankenversicherung.

Die neuen Medien und Techniken

Einen großen Wert legt Junker auf die Digitalisierung. Die digitalen Produktneuheiten werden laut dem Unternehmen gut angenommen. Im Herbst 2016 wurde eine computergestützte Beratungstechnik (Robo-Advising) eingeführt. Eine automatisierte Fondsverwaltung würde beim "Wüstenrot ETF Managed Depot" die vom Kunden gewählte Anlagestrategie anhaltend verbessern, was einen Anstieg im Brutto-Fondsabsatz des Retail-Geschäft von mehr als sieben Prozent auf 381 Mio. Euro zur Folge hatte.
Junker: "Das Einkaufsverhalten der Menschen ändert sich auch bei Finanzprodukten durch das Internet massiv. Generell wollen wir schneller und beweglicher werden, um sowohl die online-affine Zielgruppe als Neukunden zu gewinnen als auch die Erwartungen unserer Bestandskunden, die die hohe Qualität unserer Beratung schätzen, weiterhin zu erfüllen. Der W&W-Konzern wird mit Nachdruck seine Zukunft positiv gestalten."

Erwartungen für 2017

Wüstenrot rechnet mit Wachstum beim Bausparen und der Baufinanzierung, die Württembergische ist "grundsätzlich optimistisch". Die Investitionen im Rahmen des "W&W@2020"-Programms werden fortgeführt. Der Vorstand erwartet für das Jahr 2017 einen Konzernüberschuss in der Größenordnung wie 2016. (vwh/mv)
Bild: W&W Gebäude in Ludwigsburg (Quelle W&W)
W&W · 2016 · Würtembergische · Jahreszahlen
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