Politik & Regulierung

Totes Bambi geht für Autofahrer auf's Haus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nach einem Wildunfall müssen Autofahrer nicht die Bergung und Entsorgung des Schindluders bezahlen. Dies hat das Verwaltungsgericht Hannover entschieden. Die Landesstraßenbaubehörde Hannover hatte den Autofahrern die Entsorgung der Aase in Rechnung gestellt. Das Gericht hat mit dem Urteil Leistungsbescheide der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aufgehoben.
Das Gericht begründete seine Entscheidung mit dem Hinweis, dass sich in der Regel ein Jäger um die Beseitigung der Tiere kümmere. Diese Dienstleistung dürfe die Behörde den Autofahrern nicht in Rechnung stellen.
Dies sei auch dann nicht zulässig, wenn die Rechnung über die Straßenbaubehörde abgewickelt werde, indem die in Rechnung gestellten Kosten des Jägers mit einem Bearbeitungsaufschlag an die Autofahrer weitergeben werden.
Eine Berufung ist wegen der Bedeutung des Urteils zulässig. Es steht aber noch nicht fest, ob diese Option wahrgenommen wird. (vwh/mv)
Bild: Totes Tier nach Wildunfall (Quelle: Petra Bosse / PIXELIO / www.pixelio.de)
Autofahrer · Wildschaden