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Generali: Deutschlandchef Liverani sieht sich auf Kurs

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Deutschlandtochter der Generali hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekordgewinn vor Steuern und Zinsen abgeschlossen. So verbuchte der Versicherer nach eigenen Angaben einen Gewinnzuwachs von sieben Prozent auf 847 Mio. Euro (2015: 792 Mio.). Deutschland-Chef Giovanni Liverani zeigt sich mit dem Weg zufrieden, den sein Konzern genommen hat.
"Vor knapp zwei Jahren haben wir unsere strategische Neuausrichtung in Deutschland eingeleitet und 2016 mit voller Kraft fortgesetzt. Wir liegen damit vor unserem selbst gesteckten, ambitionierten Zeitplan und haben auch noch Luft nach oben. Unsere gute Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 verdeutlicht: Wir sind erfolgreich und unsere Arbeit trägt jetzt weitere Früchte", betont Liverani.
Einen Erfolgsfaktor sieht der Generali-Chef nach eigener Aussage in der Einführung smarter Versicherungsprodukte sowie dem Gesundheitsprogramm Vitality: "Mit unserer Smart-Insurance-Offensive erfinden wir Versicherungen neu. Uns gelingt damit die Transformation vom Versicherer im Schadenfall zum aktiven Begleiter unserer Kunden, um deren Risiken zu senken. Das Feedback unserer Kunden und des Marktes bestätigt, dass wir den richtigen Kurs eingeschlagen haben. 2017 werden wir unsere smarten Versicherungsprodukte und Services weiter ausbauen und auf alle Vertriebskanäle ausdehnen."

Einsparungen von 117 Mio. Euro

So war die Generali nicht zu müde zu betonen, die Netto-Gesamtkosten (ohne Provisionen) wurden durch die Vereinfachung der Governance- und Organisations-Strukturen sowie neue effizientere Prozesse um 117 Mio. Euro auf rund 1.387 Mio. Euro gesenkt zu haben. Der bereits 2016 angekündigte Personalabbau sei sozialverträglich über ein umfassendes Freiwilligenprogramm erfolgt.
Die nackten Zahlen sprechen jedenfalls ihre eigene Sprache: Demnach gingen die Beitragseinnahmen in der Lebensparte um 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 12.576 Mio. Euro zurück. Demgegenüber steht ein leichter Prämienzuwachs in der fondsgebundenen Lebensversicherung (inkl. Hybridprodukte) um 0,9 Prozent. Deren Anteil am Gesamtportfolio lag laut Generali bei 32 Prozent. Der Anteil der Garantieprodukte lag hingegen bei 18,8 Prozent. In der Schaden- und Unfallsparte stiegen die Prämieneinnahmen um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 3,7 Mio. Euro. Die Schaden-Kosten-Quote ging gegenüber 2015 um 2,5 Prozentpunkte auf 90 Prozent zurück.
Dennoch scheint der angestrebte Konzernumbau der Deutschlandtochter noch lange nicht abgeschlossen zu sein. Demnach sind in der Generali Deutschland nach dem plötzlichen Weggang von Finanzvorstand Torsten Utecht (48) verschiedene Szenarien angedacht, die zu gravierenden Veränderungen in der Konzernstruktur führen würden. Spekuliert wurde, dass er sich gegen einen Verkauf des Generali Exklusivvertriebs an die DVAG ausgesprochen und deshalb das Handtuch geworfen habe. (vwh/td)
Bild: Giovanni Liverani, Deutschlandschef der Generali (Quelle: Ursula Dornberger)
Generali Deutschland · Giovanni Liverani
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