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BNP Paribas Cardif wehrt sich gegen harte VZBV-Kritik

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband übt harte Kritik an der Restschuldversicherung. "Maßlos überteuert", "lückenhafter Versicherungsschutz" und "fehlende Beratung" sind nur einige der Kritikpunkte von Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt des Vzbv. Die Antwort folgt prompt, eindeutig und in Gestalt von David Furtwängler, dem Hauptbevollmächtigten der BNP Paribas Cardif Deutschland.
Es ist der Job der Verbraucherschützer, aus ihrer Sicht für den Verbraucher nachteilige Produkte anzuprangern. Selten geschieht das aber mit solcher Vehemenz wie sie Frau Mohn zeigt: "Die Restschuldversicherung ist ein maßlos überteuertes Produkt mit lückenhaftem Versicherungsschutz. Begünstigt werde dieser Missstand durch fehlende Beratungs- und Informationspflichten seitens der Versicherungsvermittler". Damit aber noch nicht genug, Mohn weiter: "Verbraucher können Nachteile des Produkts gar nicht erkennen, weil sie schlecht beraten und manchmal absichtlich in die Irre geführt werden." Der Vzbv möchte erreichen, dass Kreditinstitute und Kreditvermittler gesetzlich dazu verpflichtet werden, Restschuldversicherungen nur separat und nicht gekoppelt an einen Kreditvertrag anzubieten. Außerdem wäre es ihre Pflicht, Verbraucher auf ihre individuellen Bedarfe fachgerecht zu beraten.
Eine Ohrfeige für Anbieter und Vermittler. Die Antwort folgt auf Anfrage von VWheute prompt. Furtwängler, BNP Paribas Cardif Deutschland: "Die Behauptungen der Versicherungsschutz sei lückenhaft oder das Produkt zu teuer sind nicht zutreffend. Die Restkreditversicherung leistet, wenn Risiken eintreten, die den Kunden vor existentielle Probleme stellen. Die Regeln für die Leistung sind bei Vertragsabschluss transparent. Kommt es zum Leistungsfall, wird dieser bei uns schnell und unbürokratisch bearbeitet. Grundsätzlich muss es im Ermessen des Verbrauchers liegen, ob ein Produkt seinen Preis wert ist. Eine repräsentative Studie der Handelshochschule Leipzig hat jüngst gezeigt, dass ein Großteil der Verbraucher mit ihrer Restkreditversicherung und deren Leistungen zufrieden ist."
Furtwängler sieht auch den Vorwurf der nicht ausreichenden Beratung und der kritisierten Verkaufspraktiken als nicht stichhaltig an: "Auch der Vorwurf der Kopplung ist so nicht korrekt. Keine Bank zwingt den Kunden eine Restkreditversicherung abzuschließen. Der Verkauf der Versicherung erfolgt optional zum Kredit. Worin wir mit dem Vzbv übereinstimmen, ist die Bedeutung der Beratung. Die Angebote der Versicherer unterscheiden sich und sollten daher nicht über einen Kamm geschoren werden. Wir bieten beispielsweise ausschließlich altersunabhängige Tarife an, so dass sich auch ältere Menschen unabhängig von ihrer Gesundheitssituation absichern können. Eine individuelle Beratung, die dem Bedarf des Kunden entgegen kommt, ist daher unabdingbar."
Es ist wie so oft, die Verbraucherschützer kritisieren, die Anbieter halten argumentativ dagegen. Am Ende wird der Kunde über Sinn oder Unsinn entscheiden - oder der Gesetzgeber. (vwh/mv)
Bild: Restschuldenversicherung (Quelle: Thorben Wengert / PIXELIO / www.pixelio.de
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