Schlaglicht

"Bewusstsein für Cyberrisiken ist kaum ausgeprägt"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Vom BKA-Experten Heiko Löhr. Cybercrime ist eine wachsende Industrie mit enormem Schadenpotenzial und derzeit noch viel zu geringen Risiken für Straftäter. "Klassische" Kriminalitätsphänomene verlagern sich zunehmend ins Internet. Auch im Bereich Terrorismus und Extremismus spielt das Netz eine immer größere Rolle. Das BKA strebt eine vertiefte Kooperation mit der Versicherungswirtschaft an.
Die interdisziplinäre Netzwerkbildung – zwischen Behörden und der Wirtschaft, innerhalb der Wirtschaft, mit der Wissenschaft, national ebenso wie international, ist unverzichtbarer Bestandteil einer wirksamen Bekämpfung von Cybercrime.
Diese Kooperationen bieten neben einem optimierten Informationsaustausch auch die Entwicklung eines erhöhten Verantwortungsbewusstseins bei allen Beteiligten durch umfassende Information.
Sie schaffen zudem notwendiges Vertrauen, steigern die Kompetenzen aller Kooperationspartner und tragen dazu bei, das notwendige Risikobewusstsein zu entwickeln.
Viele User haben ein nur schwach ausgeprägtes Risikobewusstsein, was mögliche Gefahren bei der Nutzung verschiedener Anwendungen betrifft. Awareness-Bildung ist daher ein wesentlicher Faktor für die Sicherheit der eigenen Systeme.
Eine der großen Herausforderungen bei der Bekämpfung von Cybercrime ist es, Ermittlungsansätze zu finden. Der schnelllebige Charakter des Delikts führt dazu, dass sich Strafverfolgungsbehörden zunehmend mit neuartigen Angriffsarten und –vektoren konfrontiert sehen. Anonymisierungs- wie Verschleierungsmöglichkeiten und konspiratives Vorgehen auf Seiten der Kriminellen gehen mit einer oft zunächst unzureichenden Erkenntnislage einher.
Bild: Heiko Löhr, BKA-Kriminaldirektor
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