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Zukäufe zum Ruin: Aufseher sorgen sich um Versicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nach Fidea und Vivat plant der chinesische Versicherer Anbang weitere Zukäufe in Europa. Der chinesische Verband für Management von Versicherungs-Assets hat errechnet, dass die Versicherer allein im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 6,5 Mrd. US-Dollar für Übernahmen im Ausland ausgegeben haben. Dies bereitet der nationalen Versicherungsaufsicht Circ große Sorgen.
Dies entspricht bereits der Investitionssumme des gesamten Vorjahres. Dabei beläuft sich die Gesamtsumme aller bisherigen Auslandsinvestitionen der chinesischen Versicherer auf 49,21 Mrd. US-Dollar. Das Gros der Investitionen liegt dabei meist in den USA und in Westeuropa. Der Grund für den unstillbaren Drang liegt in der rückläufigen Rendite von Inlandsinvestitionen.
Auch "qualitativ höherwertige Investitionsobjekte" in den entwickelten Ländern sind für chinesische Investoren besonders attraktiv. Jedoch liegt die Erfolgsquote der Auslandsaquisitionen durch Unternehmen aus China bei nicht einmal fünf Prozent, konstatiert eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte China.
Die Versicherungsaufsichtsbehörde Circ beobachtet die Entwicklung durchaus mit Sorge. Im Fokus steht dabei vor allem die Solvabilität der Versicherer, um die es nicht immer gut bestellt ist. Besonders bei mittelständischen Versicherern fürchtet die Circ um fehlendes Know-how, wenn es um Auslandsinvestitionen und Unternehmensführung geht.
Nach einem Bericht der Zeitung Huaxia Times arbeitet die Circ an einer neuen Regelung im Genehmigungsverfahren, die gerade bei diesen Unternehmen eine besonders strenge Prüfungen ihrer Investitionsabsichten vorsieht. (hy)
Bild: Sitz der chinesischen Versicherungsaufsicht (Circ) in Peking. (Quelle: hy)
Investitionen · China · Deloitte · CRIC
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