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Sparkasse verlangt Negativzins für Privatkunden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Sparkasse Köln-Bonn, Deutschlands zweitgrößte Sparkasse, will künftig Negativzinsen von ihren Privatkunden mit sehr großen Einlagen verlangen. Bislang hatten sich die öffentlichen Kreditinstitute unter Berufung auf ihren öffentlichen Auftrag und ihre Tradition als Bank für die Sparer und das Sparen gegen Negativzinsen verwehrt, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).
Demnach begründet die Sparkasse ihre Entscheidung laut Bericht mit einem gestiegenen Aufwand durch die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB). Allerdings lege die Sparkasse Köln-Bonn den Fokus vor allem auf institutionelle Anleger, gewerbliche Kunden und sehr vermögende Privatkunden mit Einlagen in einer Höhe von mehreren Millionen Euro.
"Dabei verfahren wir in den geführten Gesprächen sehr verantwortungsvoll und finden individuelle Lösungen insbesondere mit unseren sehr vermögenden Kunden, was Bedingungen und Konditionen betrifft", wird ein Sprecher des Kreditinstitutes bei der FAZ zitiert. Auch die Stadtsparkasse München spielt bereits mit entsprechenden Plänen. "Sobald der erste große Marktteilnehmer Negativzinsen für Privatkunden erhebt, werden auch wir gezwungen sein nachzuziehen", sagte Stadtsparkassen-Chef Ralf Fleischer zitiert.
In der Vergangenheit hatte sich auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) gegen die Erhebung von Negativzinsen für Privatkunden verwehrt. "Es gibt keine Sparkasse in Deutschland, die bislang von Privatkunden Verwahrentgelte nimmt", hieß es noch im Januar seitens des Verbandes. Auch Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon hatte laut Bericht noch beim letzten Sparkassentag angekündigt, man würde "alles tun, um die privaten Sparer vor Negativzinsen zu schützen – in Teilen auch zu Lasten der eigenen Ertragslage". (vwh/td)
Bildquelle: Sparkasse
Sparkasse · Negativzins
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