Köpfe & Positionen

Finleap will eigenen Versicherer gründen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Fintechs mischen derzeit die Branche auf. Mit "Element" will das Finanz-Start-up nun auch in der Versicherungsbranche Fuß fassen. Dafür hat das Unternehmen nun eine Lizenz bei der Bafin beantragt. Im Fokus stehen allerdings die etablierten Player selbst. "Es zielt nicht auf Privatkunden von Versicherern ab, sondern will die Geschäftsmodelle von Versicherern digitalisieren", Finleap-Gründer Ramin Niroumand gegenüber dem Handelsblatt.
Aber auch andere versicherungsaffine Unternehmen stehen auf der Liste von Element. "Unsere Partner sind auch internetbasierte Insurtechs, Makler und Unternehmen, die Versicherungen anbieten wollen. Das können Händler sein oder Unternehmen, die in Nischen arbeiten", erläutert Niroumand.
Dabei wollte das Start-up nach eigenen Angaben zunächst ohne Lizenz der Finanzaufsicht auskommen. "Ursprünglich wollten wir Produkte ohne eigne Bafin-Lizenz anbieten – und mit bestehenden Versicherungen partnern. Dann haben wir gemerkt, dass wir früher ansetzen müssen. Nur wenn wir eine geeignete Infrastruktur bieten, können wir die Prozess- und Produktgeschwindigkeit erhöhen", ergänzt der Fintech-Gründer.
So müsse der Prozess "ohne Medienbrüche komplett digitalisiert sein. Das geht nicht ohne Bafin-Lizenz", ergänzt Niroumand. Für den Anfang will das Start-up zunächst auf die Sachversicherung - mit Ausnahme der Kfz-Sparte - setzen. "Mit Wolff Graulich, einem ehemaligen Axa-Manager, haben wir auch den ersten Vorstand verpflichtet", kommentiert Niroumand.
Für die Anschubfinanzierung rechnet er dabei mit einer Summe von etwa zehn und 20 Mio. Euro. Die Hannover Rück, institutioneller Investor von Finleap, werde sich zunächst jedoch nicht direkt daran beteiligen, ergänzt der Finleap-Gründer. (vwh/td)
Bild: Ramin Niroumand (Quelle: Finleap)
Insurtech · Finleap · Element
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