Politik & Regulierung

G20 beschwört Freihandel in deutscher Casino-Hauptstadt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wenn heute in Baden-Baden die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) zusammenkommen, wird vor allem Donald Trumps "America First" die Tagesordnung in der Casino-Hauptstadt Deutschlands bestimmen. So haben bereits einige Teilnehmer gefordert, im Kommunique des Treffens an einem Bekenntnis zum Freihandel festzuhalten.
Die US-Regierung will laut Handelsblatt hingegen eine Absage an den Protektionismus ablehnen. So habe Gastgeber Deutschland laut Bericht einen Kompromis vorgeschlagen, wonach das Bekenntnis zum Freihandel in eine Liste wirtschafts- und finanzpolitischer Prinzipien aufgenommen werden solle, die im Anhang zum Kommunique verabschiedet werden soll. Allerdings erwarten Beobachter, dass die US-Delegation auf dem heute beginnenden Treffen eher eine harte Verhandlungslinie fahren werden.
Dabei geht es laut Handelsblatt vor allem um die geplante Einführung einer sogenannten Grenzausgleichsteuer, mit der Importe in die USA verteuert werden. Zündstoff gebe es hingegen auch bei den Wechselkursen. So werden Trumps Berater laut SWR den Deutschen vor, sich mit einem niedrig gehaltenen Euro und den dadurch billigeren Exporten unfaire Handelsvorteile zu Lasten der USA zu verschaffen.
Zudem will die aktuelle US-Administration auch relevante Regulierungsvorgaben an US-Banken aus der Zeit der Finanzmarktkrise überprüfen. Kritiker befürchten, dass damit ein Wettlauf um lockerere Bankenregeln eröffnet werde. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble geht jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters davon aus, "dass die Amerikaner nicht alles zurückdrehen werden, was sie bislang getan haben". (vwh/td)
Bildquelle: bluefeeling / PIXELIO (www.pixelio.de)
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