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Verprügelt: Was erhält Großkreutz von der Versicherung?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Kevin Großkreutz war diese Woche nach einem Diskobesuch in eine Schlägerei verwickelt und wurde verletzt. Dem Weltmeister und VFB-Stuttgart-Spieler drohen ernste berufliche Konsequenzen. Ist der Ausflug in die Welt der Faustkämpfer unfallversichert oder muss der Fußballer neben einer wahrscheinlichen Geldstrafe zusätzlich die Krankenhausbehandlung übernehmen – VWheute klärt im Kuriosum der Woche auf.
Die Fakten sind schnell berichtet – laut Bild besuchte Großkreutz mit minderjährigen Nachwuchsspielern des VfB eine Oberstufen-Party in der Stuttgarter Diskothek "Perkins Park". Als die Gruppe die Party in der Nacht verließ, kam es auf dem Wilhelmsplatz zu einer Schlägerei mit einer vierköpfigen Gruppe, bei der der Weltmeister so schwer verletzt wurde, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Unter anderem zog er sich eine blutende Wunde am Hinterkopf und Abschürfungen im Gesicht zu. Laut Bild droht Großkreutz von Vereinsseite der Rauswurf aber zumindest eine empfindliche, lies: sechsstellige, Geldstrafe. Bleibt da noch etwas für die Krankenhauskosten oder deckt alles die Versicherung?
Ein Fußballer ist generell über die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) versichert. Die VBG ist der für den Sport zuständige Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Versichert sind darüber Arbeitsunfälle, Wegeunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren. Eine Schlägerei eines 28-jährigen nach einer Schüler-Oberstufen-Party wird also nicht abgedeckt werden.
Bleibt noch die private Unfallversicherung: Der VfB Stuttgart konnte die Nachfrage, ob eine private Unfallversicherung über den Verein besteht, nicht beantworten. Allerdings sind Unfälle infolge Trunkenheit oder einer Schlägerei in der privaten Unfallversicherung normalerweise ausgeschlossen. Anders stellt sich die Sachlage dar, wenn er angegriffen wurde.
Die Kosten für die Krankenhausbehandlung sind auch nicht in jedem Fall gedeckt. Wenn jemand eine Schlägerei beginnt und es müssen im Anschluss medizinische Behandlungen am Versicherten vorgenommen werden, kann der Versicherer die selbstverschuldeten Kosten zurückfordern.
Wie und ob Herr Großkreutz versichert ist und was auf ihn neben der wahrscheinlichen Geldstrafe an Folgekosten zukommt, hängt also davon ab, wer die Schuld an der Schlägerei trägt. Hoffentlich besitzt Herr Großkreutz also eine gute Rechtschutzversicherung. (vwh/mv)
Bild: Kevin Großkreutz (Quelle: dpa)
PKV · Unfallversicherung · Großkreutz
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