Märkte & Vertrieb

Österreichs Versicherer leiden unter Prämienrückgang

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Versicherungsbranche in der Alpenrepublik kränkelt: Wie der Österreichische Versicherungsverband (VVO) mitteilte, gingen die Prämieneinnahmen um 2,1 Prozent auf 17,0 Mrd. Euro. "Die gesamten Versicherungsleistungen des Jahres 2016 beliefen sich auf 14,8 Mrd. Euro – das ist ein Minus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", erläuterte Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des VVO.
In der Lebensparte verzeichnete der VVO einen deutlichen Rückgang der Prämieneinnahmen von 9,1 Prozent auf rund 6,1 Mrd. Euro. Die laufenden Prämien sankenum 1,5 Prozent auf rund 5,0 Mrd. Euro. Bei den Verträgen mit Einmalzahlungen verzeichnete der österreichische Versicherungsverband ein deutliches Minus von 33,3 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro.
VVO-Präsident Othmar Ederer zeigte sich nichtsdestoweniger zuversichtlich. Der Lebensversicherungs-Bereich habe Zusatzreserven gebildet und man sei bemüht, diese weiter aufzustocken. Zudem hätten sich zuletzt die Anzeichen gemehrt, "dass sich bei den Zinsen am langen Ende etwas tut". Auf eine Prognose, wann und wie genau dies der Fall sein wird, will sich allerdings auch Ederer nicht einlassen.
Die Krankenversicherer nahmen laut VVO im vergangenen Jahr Prämien in Höhe von 2,1 Mrd. Euro ein. Dies entspricht einem Plus von 4,7 Prozent. Gleichzeitig stiegen hingegen auch die gezahlten Leistungen um 3,3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. In der Schadensparte (inkls. Kft-Haftpflicht) stiegen die Prämmieneinnahmen um 1,7 Prozent aug 8,9 Mrd. Euro.
Für 2017 rechnet der Verband mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 17,1 Mrd. Euro. In der Lebenssparte dürften die Prämienneinnahmen ersten Prognosen des VVO zufolge rund 5,9 Mrd. Euro betragen. Dies würde ein neuerliches Minus von 3,2 Prozent bedeuten. Bei den Krankenversicherern rechnet der VVO mit einem Einnahmenplus von rund 3,6 Prozent auf etwa 2,1 Mrd. gerechnet. In der Schaden-Unfallsparte prognostiziert der VVO in diesem Jahr ein Plus von 1,9 Prozent auf rund 9,0 Mrd. Euro.
Entgegen dem Markttrend in der Alpenrepublik kann die Wiener Versicherung Gruppe (VIG) für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem moderaten Wachstum bei den Prämmieneinnahmen rechnen. So stiegen diese allein in den den ersten neun Monaten des Jahres 2016 leicht um 0,7 Prozent. Deutlich stärker fiel das Plus hingegen in den meisten mittel- und osteuropäischen Märkten aus. Spitzenreiter war dabei Rumänien mit einem Plus von 30,3 Prozent, gefolgt von der Türkei und Georgien (+15,6 Prozent) und Ungarn (+14,2 Prozent). (vwh/td)
Bildquelle: Bernd Deschauer / pixelio.de
Österreich · VIG · VVO
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