Politik & Regulierung

KKH: 1,8 Mio. Euro Schaden durch Versicherungsbetrug

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der KKH ist im vergangenen Jahr durch gefälschte Abrechnungen und andere Betrügereien ein Schaden von 1,8 Mio. Euro entstanden. Insgesamt verzeichnete die Kasse 810 neue Fälle. Zudem stellte die Kasse 37 Strafanzeigen. Die teuersten Verstöße verzeichnete die KKH nach eigenen Angaben im Apothekenbereich mit 1,2 Mio. Euro.
Die zweithöchste Schadenssumme verzeichnete die KKH bei ambulanten Pflegediensten mit 215.000 Euro. Ein Pflegedienst hatte laut KKH beispielsweise frei erfundene Pflegekurse für Angehörige abgerechnet und so einen Schaden von 56.700 Euro verursacht. Auf Platz drei folgen Sanitätshäuser. Hier betrieb unter anderem ein Diabetesfachhandel Räumlichkeiten in einer Arztpraxis und verstieß dabei gegen das neue Antikorruptionsgesetz, so die Kasse.
Die meisten Fallzahlen gab es bei den Krankengymnasten und Physiotherapeuten (116 Fälle). Auf den weiteren Plätzen folgen die ambulante Pflege mit 99 Fällen, die ärztlichen Leistungen außerhalb des Budgets (90), sowie der Apothekenbereich mit 55 verzeichneten Fällen.
"Betroffen sind nahezu alle Bereiche des Gesundheitswesens", kommentiert der KKH-Vorstandsvorsitzende Ingo Kailuweit. "Die schwarzen Schafe der Branche wenden zum Teil erhebliche kriminelle Energie auf, um sich zu bereichern und dem Gesundheitssystem dringend benötigte Gelder unrechtmäßig zu entziehen." (vwh/td)
Bild: Ingo Kailuweit (Quelle: KKH)
Versicherungsbetrug · KKH
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