Märkte & Vertrieb

Lebensversicherer wären gerne Bausparkassen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Lebensversicherungen sind sicher. Die Befürchtungen einiger Marktbeobachter, das die Lebens- und Rentenversicherer wie die Bausparkassen ungeliebte, sprich: hochverzinste, Altverträge kündigen könnten, sind unbegründet. Das bestätigen der GDV und ein namhafter Jurist: Demnach würden die rechtlichen Vorgaben eine einseitige Kündigung seitens der Versicherer verhindern.
Viele Lebensversichere belasten die zu erbringenden Zinsen aus Altverträgen, das zeigt das Beispiel der Neuen Leben Lebensversicherung, die 30.000 Verbraucher mit Altverträgen anschrieb und ihnen die Vorteile einer Kündigung aufzeigten – ohne allerdings die Nachteile aufzuzeigen, wie Verbraucherschützer kritisierten. Diese befürchteten sogar, dass weitere Versicherer dem Beispiel folgen würden und ein "Massenphänomen" entstünde. Die Neue Leben begründete die Schreiben damit, dass vielen Kunden nicht klar sei, dass ihr Vertrag steuerfrei ausgezahlt werden kann.
Der GDV stellt klar: "Lebens- und Rentenversicherungen sind vom Versicherer nicht kündbar." Besonders rechtliche Vorgaben verhindern eine einseitige Kündigung seitens der Versicherer. Das Urteil des Bundesgerichtshofes zur Kündigung von Bausparverträgen bezog sich auf das Darlehensrecht im BGB, für das Lebensversicherungsgeschäft gilt allerdings das Versicherungsvertragsrecht. Der Rechtsprofessor Manfred Wandt bestätigt die Sicherheit der Verträge: "Die Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt führt nicht zu einer Änderung des Leistungsbedarfs." (vwh/mv)
Bild: Neubau des Bundesgerichtshofs (Quelle: Tobias Daniel)
Lebensversicherung · Bausparkassen · BGH
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