Unternehmen & Management

Ergo kündigt Sponsoring, Allianz wirbt auf PS-Boliden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wie gut es einem Versicherer geht, scheint sein Sponsoring-Engagement zu zeigen. Während der kriselnde Ergo-Konzern seine Werbe-Partnerschaften im Fußball, Handball und Volleyball zurückfährt, weitet die Allianz ihre Markenpräsenz auf neue Sportbereiche aus und sponsort die weltweit erste Rennserie für Formelwagen mit Elektromotor , die FIA Formula E Championship.
Die tonnenschweren und 270 PS-starken Elektroflitzer fahren in der offiziellen Meisterschaft "FIA Formula E Championship" zehn Rennen, die in zehn Metropolen weltweit ausgetragen werden. Am 10. Juni wird ein Rennen in Berlin auf dem Tempelhofer Feld. Zu den Hauptsponsoren zählen u.a. DHL, BMW und die Schweizer Privatbank Julius Bär. Die Allianz beteiligt sich allerdings nicht nur als offizieller Partner der elektrischen Rennserie, sondern ist auch Ausrichter des frisch getauften Allianz eVillage, in dem Fans während jedes ePrix-Events in ein interaktives Erlebnis eintauchen können.
Die Allianz begründet die Zusammenarbeit mit ihrer Vorbildfunktion eines nachhaltiges Unternehmen. "Wir glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um sich an der Entwicklung neuer Ökosysteme zu beteiligen, die die Zukunft urbaner Mobilität auf nachhaltige Weise prägen werden", erklärte Jean-Marc Pailhol, Head of Group Market Management and Distribution bei der Allianz SE. Kürzlich wurde bekannt, dass der Versicherer auch asiatische Club-Meisterschaften sponsort wird.

Allianz setzt auf mehr Marktpräsenz durch Fußball-Kooperation in Asien

Erst vor wenigen Tagen hatte der Münchener Versicherer eine mehrjährige Partnerschaft mit dem asiatischen Fußballverband AFC (Asian Football Confederation) geschlossen. Mit dem Sponsoring-Programm will die Allianz nach eigenen Angaben ihr globales Engagement im Fußball ausbauen sowie eine stärkere Präsenz in den asiatischen Wchstumsmärkten zeigen.
"Diese Partnerschaft steht beispielhaft für die in der Allianz ausgeprägten Werte Innovation, Courage und Exzellenz. Indem wir unsere Fußballer, Fans und Gemeinschaften in der Region feiern, setzen wir diese Werte in die Realität um", kommentiert Lars Heibutzki, Allianz Chief Distribution Officer für Asien, die Kooperation mit dem AFC. Der asiatische Fußballverband besteht aus 46 Mitgliedsverbänden aus Asien, Australien, Neuseeland und Ozeanien sowie dem Nahen Osten zusammen, einem Gebiet mit einer Gesamtbevölkerung von 4,27 Milliarden Menschen.
"Fußball ist der beliebteste Sport weltweit und bricht jedes Jahr neue Rekorde – vor allem in der dynamischen Region Asien. Das Partnerprogramm bietet der Allianz eine einzigartige Plattform, über die sie große Teile der asiatischen Gesellschaft erreicht, für die der Fußball Leidenschaft und essentieller Teil des Lebens ist. Unser Ziel ist es, den Sport auf dem hohen Niveau der Meisterschaftsspiele zu unterstützen, aber auch der nächsten Generation asiatischer Talente mit unseren speziellen Jugendförderprogrammen den Weg zu ebnen", ergänzt Paul Groves, Allianz Head of Market Management für Asien.

Ergo beendet sukzessive alle Partnerschaften

Die Ergo dagegen hat laut Manager Magazin in den vergangenen Monaten sukzessive alle Sponsoringpartnerschaften beendet und will künftig ausschließlich auf die Karte DFB-Pokal setzen. Mindestens rund vier Mio. Euro pro Saison dürfte der Düsseldorfer Konzern dabei jährlich an den Pokal-Vermarkter Infront Sports & Media bezahlen. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hockey-Bund (DHB) und dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) wurde Ende 2016 beendet. Davor wurden die Verträge u.a. mit Schalke 04 und dem deutschen Handballbund nicht verlängert.
"Wir konzentrieren uns jetzt auf einen Premium-Wettbewerb der beliebtesten Sportart ohne Polarisierung auf einzelne Clubs. Wir möchten Partner der Fans sein und - anders als früher - die Möglichkeit haben, unserem Vertrieb eine deutschlandweite Aktivierungsplattform zu bieten", wird Andreas Lampersbach im Manager Magazin zitiert.
Der ehemalige MAN- und Volkswagen-Kommunikationschef führt seit Februar 2016 den Bereich Kommunikation und Markenführung bei Ergo. Eine von zwei Abteilungsleiterinnen in Lampersbachs Bereich war Andrea Hoelken, die Ende Januar den Versicherer verließ, berichtete VWheute. (vwh/dg)
Bild: FIA Formel E 2016/2017, Hongkong (Quelle: Audi)
Allianz · Ergo · Sportsponsoring
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