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Standard Life zaubert Gewinne bei geringem Neugeschäft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Standard Life Deutschland meldet für sein Geschäftsjahr einen Gewinn von 20,1 Mio. Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das verwaltete Vermögen des britischen Versicherers lag mit 12,4 Mio. Euro um vier Prozent höher als der Vorjahreswert. Erstaunlich, da das Neugeschäft der deutschen Niederlassung laut der Unternehmensmeldung deutlich zurückgegangen ist.
Im vergangenen Jahr verbuchte Standard Life Deutschland im Neugeschäft ein APE-Ergebnis von nur mehr 57,1 Mio. Euro (2015: 73,6 Mio). "Der Rückgang des Neugeschäfts hat uns nicht überrascht. Er ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass wir nach dem Rückzug aus den Garantieprodukten im Bereich der betrieblichen Altersversorgung die Segmente nicht mehr bedienen können, in denen Garantien gesetzlich vorgeschrieben sind", erläutert Martin Clements, CEO von Standard Life in Deutschland. Wie trotz verringertem Neugeschäft die deutliche Gewinnsteigerung möglich war, darüber gab Standard Life vor Redaktionsschluss keine Auskunft mehr.
Bei den fondsgebundenen Produkten ohne Garantien wurden immerhin gute Neugeschäfte erzielt. Dort erreichten Fondpolicen ein APE mit 16 Prozent oder 23 Prozent Steigerung. "Wir sind mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 sehr zufrieden. Das wir sowohl unseren operativen Gewinn als auch das verwaltete Vermögen steigern konnten, ist ein Beleg für den Erfolg unserer neuen strategischen Ausrichtung und den Fokus auf nachhaltiges, profitables Geschäft", erklärt Clements. (vwh/jh)
Bild: Martin Clements (Quelle: Standard Life)
Standard Life Deutschland
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