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Mit dem Auto zur Arbeit fliegen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Hersteller Pal-V (Personal Land and Air Vehicle) will mit einem Flugauto in Serie gehen. Das fliegende Auto erfüllt laut Vorstandschef Robert Dingemanse weltweit alle Sicherheitsbestimmungen und Gesetze sowohl für Flugzeuge als auch für Autos. Auch wenn es futuristisch anmutet: Anders als das Gefährt aus "Zurück in die Zukunft" reist dieses Luftfahrzeug nicht in die Zukunft, bringt Sie aber vielleicht bald zur Arbeit.
Bis 2019 möchte das niederländische Unternehmen Pal-V 100 Flugautos herstellen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Angeboten werden zwei Versionen, eine Luxusvariante für 499.000 Euro und eine preiswertere für 299.000 Euro. Vor dem ersten Ausflug müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein: Eine Zulassung für den deutschen Luftraum und Straßenverkehr steht noch aus. Voraussetzung für die Führung des Luftfahrzeugs mit zwei Sitzplätzen ist außerdem der Besitz eines Privatpilotenscheins; der Start des Vehikels darf zudem nur auf einem offiziellen Flugplatz erfolgen.
Welche Vorkehrungen man im Hinblick auf eine Versicherung treffen müsse, leitet Kathrin Jarosch, Sprecherin des GDV, aus bestehenden Regelungen ab: "Am Versicherungsschutz soll das Projekt nicht scheitern", erklärte sie gegenüber der VWheute. Da der Hybrid fliegen kann, unterliegt er dem Luftverkehrsgesetz und würde eine entsprechende Luftfahrthaftplicht ebenso benötigen wie eine Kfz-Haftpflicht. "Es würde vermutlich auf einen Mix aus beidem hinauslaufen."
Interessant könnte ein Luftfahrzeug für die Einrichtung von Flugtaxirouten für Berufspendler sein. Unternehmen wie Uber tragen solche Visionen bereits nach Außen. Auch für Ärzte oder Polizisten, die berufsbedingt von Insel zu Insel reisen müssten, sei das Modell von Interesse, regt der Hersteller an.
Die Kombination von Auto und Flugzeug ist keine neue Idee: Seit etwa 80 Jahren werden immer wieder funktionierende Prototypen hergestellt. Eine Massenanfertigung rückt dank stark fortschrittlicher Technologien erst seit kürzerer Zeit in den Bereich des Möglichen. Neben dem niederländischen Hersteller hatte im Jahr 2000 ein Unternehmen aus Gießen einen "Smart mit Flügeln" vorgestellt. Der Prototyp wurde auf der Messe Euromold präsentiert.
Auch der amerikanische Unternehmer Terrafugia kündigte ein fliegendes Serienauto an. Das von Pal-V präsentierte Model kann auf seinen drei Rädern eine Geschwindigkeit von 170 Kilometern pro Stunde erreichen. Um flugbereit zu sein, klappt es seine Rotoren aus und hebt als Minihelikopter ab. (vwh/jh)
Bild: Das erste Flugauto von Pal-V soll in Serie gehen (Quelle: pal-v)
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