Märkte & Vertrieb

Nur Huk-Coburg bringt Unfallstecker an den Mann

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Unfallmeldestecker ist nach wie vor ein Ladenhüter. 450.000 Geräte wurden bestellt, nur 75.000 wurden von Kunden seit April 2016 geordert. Das erklärte eine GDV-Sprecherin dem Euro am Sonntag. Die Huk-Coburg konnte 40.000 Geräte absetzen, die Allianz 7.000 Stück – im Rahmen eines Schutzbriefes. "Die Verkaufszahlen liegen insgesamt hinter der Erwartungen", erklärt eine Allianz-Sprecherin. Die Geräte der Coburger sind deutlich günstiger.
Der Schutzbrief kostet laut Allianz-Homepage, je nach persönlichen Tarifmerkmalen, ungefähr 30 Euro. Bei der Huk-Coburg kostet der Stecker als Zusatz zur Kfz-Versicherung neun Euro.
Seit dem 4. April 2016 ist der Unfallmeldedienst der deutschen Versicherungswirtschaft (UMD) aktiv, wie VWheute berichtete. Mit dem Unfallmeldedienst greift der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) einer EU-Verordnung vor. Innerhalb der Europäischen Union müssen Neufahrzeuge ab Oktober 2018 mit dem Notfallsystem eCall ausgerüstet sein. Die Versicherer befürchten, dass die Autohersteller dann flächendeckend den ersten Zugriff auf Unfalldaten haben. Wer die Informationen über einen Crash oder eine Panne hat, kann den Wagen in seine Partnerwerkstatt abschleppen lassen.
Obwohl inzwischen 45 Versicherer mitmachen und das Medienecho zum Start groß war, werden die Unfallstecker kaum nachgefragt. Bereits im Oktober 2016 erklärte Jens Bartenwerfer von der GDV Dienstleistungs-GmbH auf der BF21-Fachtagung, dass die Nachfrage gering sei und der Vertrieb der Stecker verbessert werden müsste, berichtete VWheute. Damals wurde bekannt, dass nur rund 18.000 Geräte bei Autofahrern tatsächlich aktiviert und im Einsatz sind. (dg)
Bildquelle: Zurich
Allianz · Unfallmeldedienst
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