Märkte & Vertrieb

Revolution in der Kfz-Schadenbearbeitung

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Gleich drei Branchenverbände wollen bei Schadengutachten moderne Diagnosetechnik nutzen – und sich diese von der Versicherungswirtschaft bezahlen lassen. Nach einem Unfall sei eine umfassende Analyse der Fahrzeugelektronik öft nötig. Der Versicherungswirtschaft werfen die Verbände vor, Rechnungen zu kürzen, ohne eine fachgerechte Diagnose vorzunehmen. Der GDV verweist auf vertragliche Obliegenheiten.
Der Forderung nach Übernahme der zusätzlichen Kosten bei einer Elektroniküberprüfung der Branchenverbände ZDK (Zentralverband deutsches Kraftfahrzeuggewerbe) und BVSK (Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen) hat sich jetzt auch der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) angeschlossen. Der zentrale Anspruch ist, dass die bei der Prüfung der Elektronik entstehenden zusätzlichen Kosten von den Versicherern übernommen werden.
Die Erklärung ist laut den Verbänden auch eine Antwort auf die "teilweise willkürlichen Kürzungen" der Versicherer. Die Verbände beschuldigen die Branche, Kostenvoranschläge, Rechnungen und Gutachten kleinzurechnen, ohne das Fahrzeugs zu sichten oder die genannten Diagnosetechniken anzuwenden.
Die Verbände suchen nach weiteren Partnern, die ihrer Forderung mehr Nachdruck verleihen. Der Branchenverband der Versicherer äußert sich zu der Sachlage wortkarg: "Der GDV kennt die erwähnte gemeinsame Erklärung der Branchenverbände nicht, deshalb können wir sie auch nicht kommentieren. Grundsätzlich gilt: Nach einem Unfall werden die Kosten für versicherte Schäden selbstverständlich vom jeweiligen Kfz-Versicherer übernommen." (vwh/mv)
Bild: Unfallauto (Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de)
GDV · Kfz-Versicherer · Schadenbearbeitung · Gutachterpraxis
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