Köpfe & Positionen

"Beamte in Rentenversicherung sind unrealistisch"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Seit dem 1. Januar 2017 führt Gundula Roßbach die Deutsche Rentenversicherung. Als erste Frau an der Spitze setzt sie auf eine Politik der kleinen Schritte, wie sie in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erläutert. Die Riester-Rente findet sie "gar nicht so schlecht" und die Aufnahme der Beamten in die RV bezeichnet sie als Herkulesaufgabe.
Die Riester-Rente verteidigt Gundula Roßbach im Interview mit der SZ mit dem Hinweis auf einkommensschwache Personen, die mit Hilfe der Versicherung vorsorgen könnten: "Über 60 Prozent der Zulagenempfänger haben ein Einkommen von unter 30.000 Euro, fast 25 Prozent sogar nur ein Einkommen von weniger als 10.000 Euro im Jahr. Ich finde das gar nicht so schlecht."
Zu der Diskussion über das Rentenniveau, das auch auf VWheute von Politikern und Experten hitzig diskutiert wurde, hat Roßbach eine klare Meinung: "Ein höheres Rentenniveau ist sicherlich kein Allheilmittel für die Probleme der Risikogruppen." Ein Viertel der Empfänger der Grundsicherung würden keine gesetzliche Rente erhalten und weitere 40 Prozent weniger als 400 Euro. Eine Erhöhung des Rentenniveaus wäre für die Betroffenen also nicht zielführend, sie würden weiter Grundsicherung erhalten, so die Chefin der Rentenversicherung.
Zum im Wahljahr beliebten Thema Integration von Beamten und Selbständigen in die Rentenversicherung äußert sich Roßbach wie folgt: "Wir sollten uns zunächst auf das Mögliche und Machbare beschränken [...]. Da denke ich vor allem an die Selbständigen, die nicht in einem Pflichtsystem abgesichert sind." Die Aufnahme der Beamten sei eine Herkulesaufgabe. (vwh/mv)
Bild: Gundula Roßbach (Quelle: Rentenversicherung)
Rentenversicherung · Rentenniveau · Gundula Roßbach
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