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Niemand braucht die Restschuldversicherung

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Restschuldversicherungen stoßen bei den Verbrauchern zunehmend auf Desinteresse. Demnach ist die Entwicklung der Zahl dieser Versicherungen in den vergangenen Jahren grundsätzlich rückläufig, erklärte die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünenfraktion im Deutschen Bundestag. So habe es 2015 rund zwei Millionen Versicherungen dieser Art gegeben.
In 0,3 Prozent der Fälle sei der Versicherungsfall eingetreten, die Bundesregierung wertete dies als Indiz dafür, dass der Versicherungsfall eher selten eintrete. Absolut zählte die Bundesregierung für das Jahr 2015 rund 5.000 eingetretene Versicherungsfälle. Die gesamte Versicherungssumme habe 31 Mio. Euro betragen, der durchschnittliche Schaden lag zwischen 6.000 und 8.000 Euro.
Bei Restschuldversicherungen mit Überschussbeteiligungen kommt die Bafin im Jahr 2015 auf einen Bestand von 2.013 Verträge, bei einer Versicherungssumme von 13.296 Mio. Euro. Das einzige Wachstumsjahr war 2014: Damals zählte die Bafin 2.657 Verträge (2013: 1.318 Verträge) mit einer Versicherungssumme von 17.303 Mio. Euro (2013: 10.717 Mio. Euro). Nach Angaben der Bundesregierung sei dieser Anstieg auf die Übertragung eines ausländischen Versicherungsbestandes auf ein deutsches Unternehmen zurückzuführen gewesen.
Zur Höhe der Provisionen wollte sich die Bundesregierung auf die Grünenanfrage jedoch nicht äußern. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de
Restschuldversicherungen
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