Politik & Regulierung

Sinkende Rentenkluft zwischen Mann und Frau

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Männer bekommen nach wie vor deutlich mehr Rente als Frauen. Dennoch schließt sich die Kluft zwischen den Geschlechtern - weil die Altersbezüge der Männer im Durchschnitt eher sinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsförderung (DIW). Dabei sind die geschlechterspezifischen Unterschiede im Westen deutlich höher als in Ostdeutschland.
Demnach betrug die durchschnittliche monatliche Rente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) im Jahr 2014 bei den Bestandsrentnern in Westdeutschland 994 Euro (Ostdeutschland 1.057 Euro) und bei den Bestandsrentnerinnen 576 Euro (Ostdeutschland 818 Euro) – jeweils ohne Hinterbliebenenrente. Daraus ergebe sich laut DIW eine geschlechtsspezifische Rentenlücke ("Gender Pension Gap") zu Lasten der Frauen von 42 Prozent in West- und 23 Prozent in Ostdeutschland.
Allerdings sei der Gender Pension Gap nach den Berechnungen der Wirtschaftsforscher zwischen 1995 und 2014 in beiden Regionen zurückgegangen. Lag dieser im Jahr 1995 noch bei 48 Prozent, waren es 2014 bereits zehn Prozentpunkte weniger. In ostdeutschen Bundesländern ging der Gender Pension Gap laut DIW im gleichen Zeitraum um 23 Prozentpunkte auf zehn Prozent zurück.
"Der Gender Pension Gap wird weiterhin groß bleiben, auch wenn er im Trend sinkt", sagt DIW-Verteilungsexperte Markus Grabka. "Die Angleichung ergibt sich allerdings vor allem aus geringeren Renten bei den Männern und weniger aus deutlich steigenden Renten bei Frauen." Zudem seien die unterschiedlichen Werte für Ost- und Westdeutschland auf historisch sehr unterschiedliche Erwerbsbiografien in den beiden Landesteilen zurückzuführen. (vwh/td)
Bild: Uwe Schlick / pixelio.de
Rente · DIW
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